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Hier wird seit 100 Jahren "gefensterlt"

1919 startete Karl Gaulhofer mit einer kleinen Werkstatt – heute ist das Unternehmen ein Synomym für innovative Fenstertechnik.

Am Gaulhofer-Stammsitz in Übelbach wird seit 100 Jahren – aktuell mit 360 Mitarbeitern – produziert.
© Gaulhofer Am Gaulhofer-Stammsitz in Übelbach wird seit 100 Jahren – aktuell mit 360 Mitarbeitern – produziert.

Als Karl Gaulhofer 1919 in Frohnleiten eine bescheidene Tischlerwerkstatt eröffnete, legte er den Grundstein für ein Unternehmen, das 100 Jahre später nicht nur weiterhin in der selben „Branche“ tätig und nach wie vor mit in Familienhand ist, sondern das auch hocherfolgreich am Markt reüssiert: Denn fällt heute der Name Gaulhofer, denkt man nicht nur im Steirerland sofort an innovative Fenstertechnik. Kein Wunder aber auch, schließlich zählt der Betrieb hierzulande zu den Top Five am Markt, in Süddeutschland ist man tonangebender Anbieter.

Aber wohl die wenigsten wissen, dass Firmengründer Karl (der Tischler) und Sohn Karl (der Architekt) zu Beginn der 50er-Jahre mit der Gaulhofer Bau- und Möbeltischlerei das erste Hochhaus von Graz – das „Puch“-Gebäude – maßgeblich mitgestalteten. Und wer im Grazer Schauspielhaus Platz nimmt, sitzt auf Bestuhlungen und blickt auf Vertäfelungen, für die das Unternehmen ebenso verantwortlich zeichnet. Doch nicht nur die Sanierung des Schauspielhauses in den frühen 1960er-Jahren, sondern zahlreiche weitere Großbaustellen, etwa das Haus der heutigen Buchhandlung Moser in Graz (damals Länderbank), gehen auf das „Gaulhofer-Konto“.

Den Schwerpunkt auf Fenster legte man nämlich erst zu Beginn der 70er-Jahre. Sohn Karl, der seit 1956 am Steuerruder stand, läutete damit eine neue Ära ein – und mutige Entscheidungen prägten seitdem die Firmengeschichte: So wurde auf den Mauern der alten Guggenbacher Papierfabrik eine der größten Fensterproduktionen Österreichs errichtet und vor allen anderen auf Holzfenster gesetzt. Der Kauf des Werks in Mäder in den späten 1980ern bereicherte das Portfolio um das Kunststoffsegment, Expansionsbestrebungen wurden sukzessive vorangetrieben und 2012 stellte man sich sich als erster europäischer Hersteller den Hurricane-Tests in den USA. Zuletzt groß investiert wurde im Vorjahr mit der Bündelung aller Kräfte am Stammsitz in Übelbach.
„Schwierige Zeiten gibt es immer. Es geht darum, seine Energie in Lösungen zu investieren. Dann kommt man wieder auf die Überholspur“, beschreibt Miteigentümer Manfred Gaulhofer den Unternehmensspirit. Und damit ist man auch für die nächsten 100 Jahre bestens gerüstet: „Wir alle blicken positiv in die Zukunft für Gaulhofer und einen starken Wirtschaftsstandort Steiermark.“

Nicht nur im Unternehmen rasant unterwegs: Karl Gaulhofer
© Gaulhofer Nicht nur im Unternehmen rasant unterwegs: Karl Gaulhofer
Der Fokus auf Fenster starte in den 1970er-Jahren
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