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Hartberger haben Tesla im Visier

GreenBrakes aus Hartberg will mit innovativer Technologie ein neues Zeitalter beim Bremsen einläuten und auch Tesla vom Steirer-Know-how überzeugen.

Bremse
© loraks–Adobe.Stock GreenBrakes aus Hartberg rückt die elektromechanische Bremse in den Fokus.

Teilautonomes Fahren dank Hightech-Sensoren und selbstlernender künstlicher Intelligenz, neue elektronische Antriebsarten oder digitale Assistenzsysteme: Die Zukunft hat im Automotivebereich längst Einzug gehalten – und es werden weltweit Milliarden in die Weiterentwicklung der Mobilität von morgen gesteckt. 

„Umso erstaunlicher ist es, dass diese Hightech-Autos von heute noch immer mit hydraulischen bzw. pneumatischen Bremssystemen ausgestattet werden, wie es sie seit jeher gibt“, erklärt Marcel Alper. „Bis dato hört die Zukunft beim Bremsen auf.“ Ein Umstand, den er mit seinem Hartberger Unternehmen „GreenBrakes“ nun zu ändern versucht. Konkret will Alper elektromechanischen Bremsen zum Durchbruch verhelfen. Also einem System, das mittels kleinem Elektromotor die Bremskraft direkt auf die jeweilige Scheibe bringt – deutlich schneller und ohne wartungsintensives Schlauchsystem. 

Revolutionärer Ansatz


„Es gab hier immer wieder Ansätze. Diese haben sich wegen Problemen bei Schnelligkeit, Kontrollierbarkeit und Kosten nicht durchgesetzt“, so Alper. Lediglich als elektrische  Parkbremse hat es die Technik in die Serie geschafft. Um das also zu ändern, krempelten die Hartberger das bisher bekannte System elektromechanischer Bremsen komplett um und verfolgten einen weltweit völlig neuen Ansatz. Mit Erfolg: Die Patente sind angemeldet und nicht nur die Förderung der aws, sondern auch Kooperationspartner STIWA bestätigen den revolutionären Ansatz der Steirer. 

Alper: „Die Bremsbeläge werden von einem kleinen Elektromotor über ein nichtlineares zweistufiges Getriebesystem auf die Bremsscheibe gedrückt. Die Kraftübertragung erfolgt intelligent gesteuert und immer im optimalen Wirkungsbereich.“ Soll heißen: Die Steuerungselektronik berechnet die Bremsparameter und die Motorposition exakt auf den jeweiligen Zeitpunkt. „Das Bremspedal liefert nur das Impulssignal, es gibt keine direkte Verbindung mehr zum System.“

US-Markt im Visier


Auch das Problem des „Restschleifens“ gebe es hier nicht mehr, sorge doch der Elektromotor für das vollständige Abheben der Blöcke: „Das bedeutet weniger Treibstoffverbrauch, weniger Feinstaub und längere Scheibenlebensdauer.“

Das hat auch US-Ingenieure  auf „GreenBrakes“ aufmerksam gemacht, dem Besuch im Steirerland folgten Verträge, Ende 2022 soll das weiß-grüne Bremssystem in den USA und Kanada fertig für die Serie sein. Alper: „Und spätestens dann werden wir  nicht nur bei den großen OEMs hierzulande, sondern insbesondere bei Tesla damit anklopfen.


Quergefragt

Wo werden Sie starten?

Wir starten in den Markt über Agrar-Nutzfahrzeuge und Anhänger. Die Feststellbremse kommt zuerst – schon 2021. 

Wie schnell ist die Bremse?

Realisierbar sind 70 Millisekunden bis zur Vollbremsung. Herkömmliche Bremsen benötigen 200 bis 300 Millisekunden.

Warum gerade Tesla?

Schnelle Notbremsung ist beim autonomen Fahren entscheidend. Tesla ist hier führend. Und unsere Bremsen sind die schnellsten.



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