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Freie Fahrt für freien Handel

Ein umfangreiches Freihandelsabkommen der EU mit Vietnam wird den heimischen Unternehmen den Zugang zu einem aufstrebenden Markt ebnen.

Frau mit Hut im Straßenverkehr
© weerasak, stockadobe.com Vietnam ist mit seinen 95 Millionen Einwohnern ein gewaltiger Markt.

„Für ein Exportbundesland wie die Steiermark ist Freihandel das Um und Auf“, weiß Jürgen Roth, Aufsichtsratsvorsitzender des ICS und Vizepräsident der WKÖ.  Das kürzlich mit Vietnam abgeschlossene EVFTA-Abkommen, das nun nur noch vom europäischen Parlament gebilligt werden muss, ist eine enorme Chance für heimische Exporteure – genauso wie das Mercosur-Abkommen mit Südamerika. „Das Freihandelsabkommen mit Vietnam bedeutet, dass in den nächsten Jahren 99 Prozent aller Zölle wegfallen, zwei Drittel bereits sofort nach dem Inkrafttreten“, so Roth. 

Rasantes Wirtschaftswachstum

 Vietnam ist mit seinen 95 Millionen Einwohnern schon jetzt der zweitwichtigste Handelspartner der EU in der Region, nach Singapur. Und mit einem Wirtschaftswachstum von beinahe sieben Prozent zählt das Land zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Asiens. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Vietnam haben sich schon bisher sehr dynamisch entwickelt: So wuchs der Außenhandel seit 1995 von 31,5 Millionen Euro um das 33-Fache und hat 2017 sogar die Milliarden-Grenze überschritten. Die Ausfuhren in der Höhe von knapp 820  Millionen Euro übersteigen die Importe aus Vietnam um 226 Millionen Euro. „Fast die Hälfte aller österreichischen Exporte nach Vietnam sind derzeit Maschinen und elektrische Geräte“, berichtet Daniel Zawarcynski, stellvertretender Wirtschaftsdelegierter. In diesem Bereich werde sich das Freihandelsabkommen besonders positiv auswirken, so wie auch auf Produkte der Pharma- und chemischen Industrie. „Durch die Liberalisierung diverser Dienstleistungssektoren könnten sich aber auch Geschäftschancen in den Bereichen Finanzen, Telekom, IT-Services, in der Ausbildung, im Einzelhandel und bei Umweltdienstleistungen ergeben.“ Auch beim Ausbau notwendiger Infrastruktur, im Energiesektor, Gesundheitwesen, im Stahl- und Papiersektor, in der Kunststoffproduktion und im Umweltbereich könnte österreichisches Know-how nun verstärkt um Tragen kommen.   

Vietnam hat sich in den letzten Jahren übrigens einen guten Ruf als preiswerte Alternative zu China als Investitionsstandort erarbeitet. Und im Zuge des Handelsstreits zwischen den USA und China könnte dies zu einer verstärkten Verlagerung von Produktionstätten führen. 

Neues Außenwirtschafts-Center: Im Mai wurde im Zuge einer Wirtschaftsmission unter Federführung von WKO-Präsident Harald Mahrer eine neue Zweigstelle der AWO in Ho Chi Min City eröffnet. Ab 16. Juli wird Dietmar Schwank als Wirtschaftsdelegierter vor Ort heimischen Firmen zur Seite stehen. Infos: hochiminh@wko.at, wko.at/aussenwirtschaft/vn

Von Petra Mravlak

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