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Händlerappell an Gemeinden: Märkte längst wieder erlaubt

Die heimischen Marktfahrer stehen vor dem Nichts, denn obwohl Märkte ausdrücklich erlaubt sind, werden diese reihum von den Gemeinden abgesagt.

Gremialgeschäftsführerin Eva Larissegger und Horst Geiger
© kk Ein Bild aus besseren, weil Vor-Corona-Tagen: Gremialgeschäftsführerin Eva Larissegger und Horst Geiger

„Wir sind die letzten im gesamten Handel, die noch immer nicht ,aufsperren‘ können, obwohl wir das seit dem 14. April eigentlich dürften“, macht Horst Geiger, Obmann des steirischen Markt-, Straßen- und Wanderhandels, seinem Unmut Luft.
Das Problem: Zahlreiche Gemeinden landauf, landab sagen aufgrund von Unsicherheiten Märkte bis in den Herbst hinein ab – und entziehen damit rund 280 steirischen Marktfahrern die Chance aufs Business. „Dabei hat hier zuletzt selbst das Bundesministerium klargestellt, dass die Durchführung von Märkten ausdrücklich erlaubt ist“, unterstreicht Geiger. Denn diese seien keine „Veranstaltung“, sondern entfielen auf den „Handelsbereich“. Und damit stehe dem Verkauf von Waren – natürlich unter Einhaltung sämtlicher Corona-Sicherheits- und Hygienemaßnahmen – eigentlich nichts entgegen. „Es werden ja auch Bauernmärkte mittlerweile ganz pro-
blemlos abgehalten, aber eben kein anderer Markt – wo wir unsere Stände aufstellen und verkaufen könnten“, ärgert sich Geiger.

"Ein Markt bereichert das Leben im Ort"


Er sieht den Grund für die Absagewelle in der Verunsicherung, die bei den Verantwortlichen in den Kommunen herrscht: „Natürlich kann kein großer Festtags- oder Kirchtagsaufmarsch stattfinden, natürlich kann kein riesiges Bierzelt mit Blasmusik oder ein Park mit Fahrgeschäften hingestellt werden. Das geht klar aus den Corona-Verordnungen hervor. Warum man aber deshalb ganz auf den Markt verzichtet, der ja durchgeführt werden kann und darf – wie eben auch der Bauernmarkt –, das ist für uns schwer zu verstehen“, erzählt der Obmann, dessen Kollegenschaft zumeist in Nischenbereichen unterwegs sei. „Wir sind oft die letzten Nahversorger für jene Dinge, die man sonst nirgends mehr zu kaufen bekommt. Wir sind aber auch ein Stück regionaler Kultur: Ein Markt bereichert das Leben im Ort, er holt die Leute aus der Peripherie ins Zentrum – wo sie sich austauschen, wo Gemeinschaft – jetzt eben mit dem gebührenden Sicherheitsabstand – stattfindet“, betont der Obmann.

„Bauernmärkte werden durchgeführt, andere ­jedoch nicht – obwohl es das Ministerium erlaubt.“
Horst Geiger, Obmann desMarkt-, Straßen- und Wanderhandels


Und die steirischen Marktfahrer seien natürlich auch bereit, die Gemeinden, wenn nötig, bei der Durchführung von Märkten zu unterstützen, versichert Geiger – und hofft auf ein rasches Umdenken bei den Bürgermeistern. „Es geht hier mittlerweile um Existenzen. Die meisten unserer Händler sind Ein-Personen-Unternehmen. Diese Situation ist  wirtschaftlich für die allerwenigsten noch länger tragbar.“

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