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Ein gutes Zeugnis für die rot-weiß-roten Geldinstitute

Mit 75 Euro jährlich zahlen Herr und Frau Österreicher für ihr Bankkonto deutlich weniger als im Europa-Schnitt – das bestätigt eine neue Studie.

Verglichen mit dem EU-Durchschnitt kostet den Österreichern die Kontoführung deutlich weniger.
© Andreas Klein - Fotolia Verglichen mit dem EU-Durchschnitt kostet den Österreichern die Kontoführung deutlich weniger.

Österreichs private Bankkunden müssen für ihr Kontopaket weit weniger tief in die Taschen greifen als im europäischen Schnitt. Während das private Konto hierzulande mit jährlich durchschnittlich 75 Euro zu Buche schlägt, sind es im EU-Schnitt 123 Euro – also 48 Euro mehr. Das geht aus der Zahlungsverkehr-Studie 2017, einer aktuellen Erhebung von WKÖ und Capgemini Consulting, hervor.

Verglichen wurden die Kosten für Zahlungsverkehr-Dienstleistungen von Banken in Europa, und zwar konkret die Daten von 61 Banken aus elf Ländern. Neben Österreich wurden auch noch Banken in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Tschechien und der Slowakei unter die Lupe genommen.

Mit interessanten Ergebnissen: Lediglich in den Niederlanden ist das private Bankkonto kostengünstiger als in der Alpenrepublik. Bemerkenswert ist auch, dass die Kosten für die Kontopakete hierzulande sinken: Die verrechneten Preise waren im Jahr 2016 um knapp 23 Prozent niedriger als jene aus dem Jahr 2010.

„Österreichs Banken bieten maßgeschneiderte Kontopakete zu einem auch im Europa-Vergleich ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis und brauchen keinen Vergleich mit anderen europäischen Ländern zu scheuen“, resümiert Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der WKÖ.

Auch Digitalisierung und Sicherheit waren Teil der umfangreichen Studie. Online- und mobile Dienste werden immer häufiger genutzt, was sich auch in der Zahl der Logins niederschlägt: Während sich Nutzer anno 2010 im Schnitt zehn Mal über verschiedene Bankportale angemeldet haben, waren es 2016 bereits 87 Logins. Beleuchtet wurden auch die Trends im Zahlungsverkehr. „Die neue PSD2-Regulierung der EU hat nachhaltige Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der Banken, weil diese einen Teil ihrer Daten für den Wettbewerb zur Verfügung stellen müssen“, sieht Simon El Dib von Capgemini Consulting erhebliche Kosten auf die Banken zukommen. 

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