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Gutes Gespür für "gesundes" Wachstum

Die „Unternehmerinnen des Jahres“ sind gekürt: Eine davon ist Anita Frauwallner, Chefin von Allergosan. Wie sie das Institut an die Spitze führte. Eine Erfolgsstory.

Sichtlich stolz: Allergosan-Chefin Anita Frauwallner und das neue Headquarter in Graz
© Wolfgang Hummer/Foto Fischer Sichtlich stolz: Allergosan-Chefin Anita Frauwallner und das neue Headquarter in Graz

Gänsehautstimmung gab es auch heuer wieder bei der Kür der „Unternehmerinnen des Jahres“: In vier Kategorien wurden von „Frau in der Wirtschaft“ Unternehmerinnen mit findigen Geschäftsideen in der WKO Steiermark vor den Vorhang geholt.

Die weiß-grünen Business-Ladies stehen stellvertretend für 28.266 steirische Betriebe, die in weiblicher Hand sind. Auch wenn die Frauen beim Gründen auf der Überholspur sind – ihr Anteil stieg zuletzt auf 47,1 Prozent –, gibt es andernorts noch Aufholbedarf, wie Wirtschaftcoach Christine Bauer-Jelinek im Interview erklärt.

Hier bekommen die prämierten Frauen noch einmal eine Bühne (siehe Beiträge unten) – allen voran Anita Frauwallner, Gründerin und Leiterin des Instituts AllergoSan, die für „besondere unternehmerische Leistungen“ ausgezeichnet wurde. Seit 25 Jahren beschäftigt sich die Expertin für Darmgesundheit mit der Entwicklung von Produkten aus natürlichen Substanzen – wie probiotischen Bakterien, Pflanzenextrakten und Mineralstoffen.

Mit dem Institut AllergoSan hat sie eine Firma auf die Beine gestellt, die sich vom Ein-Personen-Betrieb zum österreichischen Marktführer bei medizinisch relevanten Probiotika katapultierte. Insbesondere Produkte der Marke Omni-biotic sind Beststeller, auch in Deutschland ist man damit schon die Nummer eins. Mittlerweile werden vom Institut AllergoSan jährlich über 2,1 Millionen Packungen in 35 Länder versandt, Tendenz steigend.

Doch der Reihe nach: Als Sprachwissenschafterin eigentlich eine Quereinsteigerin, hat sich Frauwallner schon in jungen Jahren intensiv mit Naturheilkunde beschäftigt. Als Eigentümerin einer der ältesten Grazer Apotheken hatte sie eine Affinität zum Thema. 1991 dann der erste Meilenstein mit der Gründung des Instituts Allergosan – aus einem Schicksalsschlag heraus: „In den ersten zehn Jahren nach dem Tod meines Mannes, der an Darmkrebs gelitten hatte, habe ich es aus persönlichem und wissenschaftlichem Interesse geführt.“

Dann ging es aber Schlag auf Schlag, es folgten große internationale Forschungskooperationen – so gelang es, ein international anerkanntes naturheilkundliches Kompetenzzentrum aufzubauen. Das kräftige Wachstum hat auch eine Erweiterung des Standorts erfordert. Mehrere Varianten standen im Raum, doch für Frauwallner war klar: „In Graz sind das Institut AllergoSan und mein großartiges Team verwurzelt, hier haben wir unsere Ideen und Visionen entwickelt, hier werden wir weiterforschen.“ Im Süden der Stadt firmiert nun das neue Flaggschiff mit 150 Mitarbeitern.

Mehr Infos zum Unternehmen: www.allergosan.at


Heidi Wallner
© Foto Fischer Heidi Wallner

Pionierin im Bio-Geschäft trifft genau den Zeitgeist 

Die Auszeichnung in der Kategorie „Regionalität – Nachhaltigkeit“ ging an Heidi Wallner mit ihrem Bio-Geschäft „Spitzwegerich“ im Herzen der Einkaufsstadt Leibnitz. Mit der Idee, ein Biofachgeschäft mit integriertem vegetarischen Bistro für ökologisch bewusste Konsumenten zu schaffen, traf sie voll den Zeitgeist – und ist mit dem Konzept seit 2012 erfolgreich. Das Sortiment umfasst nicht nur Lebensmittel, sondern auch Feinkost und Delikatessen sowie Haushaltswaren und Bio-Kosmetik. Ihr Fokus liegt dabei auf kompetenter Fachberatung sowie einem facettenreichen regionalen Angebot. Entsprechend der Firmenphilosophie legt Heidi Wallner großen Wert auf hochwertige Lebensmittel. Umso wichtiger ist ein enger Kontakt zu den regionalen Lieferanten. Denn der Unternehmerin liegt die Erhaltung der kleinbäuerlichen Strukuren sehr am Herzen – mit korrekten und fairen Preisen will sie dazu einen wertvollen Beitrag leisten. Mehr Infos: www.spitzwegerich.at


Klara Habel
© Foto Fischer Klara Habel

Drei Schwestern mit einer „kraftvollen“ Geschäftsidee

In der Kategorie „Startup – Neugründungen“ wurde die „Big Power Fitness Snack GmbH“ in Feldbach ausgezeichnet. Dahinter stehen mit Laura, Katharina und Klara Habel (Foto) drei Schwestern, die mit ihren Schinken-Chips für Furore sorgen. Salopp formuliert packen sie das Schwein in die Dose, und zwar wird der Schinken in Chips-Form „knackig“ an den Mann bzw. die Frau gebracht. Ziel des Start-ups ist es, ernährungsbewusste und fitnessbegeisterte Menschen mit den hochqualitativen proteinreichen Power-Snacks zu begeistern. Das Know-how dafür sammelte das Schwestern-Trio im elterlichen Betrieb, wo seit Generationen Landwirtschaft betrieben wird. Das Credo des Trios: Das Fleisch kommt zu 100 Prozent aus der Steiermark, produziert wird in Handarbeit – ganz ohne Zucker oder Konservierungsstoffe. Mit dieser „kraftvollen“ Geschäftsidee schafften es die innovativen Schwestern bereits in die TV-Show „2 Minuten, 2 Millionen“. Infos: www.big-power.at


Andrea Heinzle und Eva Sigl
© Foto Fischer Andrea Heinzle und Eva Sigl

Forscherinnen-Duo sorgt für Revolution im Wundprozess

Der Preis in der Kategorie „Innovation – Neue Geschäftsfelder“ geht dieses Jahr an das Forscherinnen-Duo Eva Sigl und Andrea Heinzle. Mit  ihrer Qualizyme Diagnostics GmbH in Graz sorgen die beiden für Furore, haben sie doch das Wundmanagement revolutioniert. Doch alles der Reihe nach: Bereits im Jahr 2006 begannen die beiden Frauen, intensiv zum Thema chronische Wunden zu forschen. Sigl ist Molekularbiologin, Heinzle absolvierte ihr Doktorat in technischer Chemie. Eine fruchtbare Symbiose, wie sich herausstellen sollte: Denn die beiden entwickeln medizinische Diagnosetools auf höchstem Niveau, um Wundinfektionen rasch feststellen zu können. Neuester Coup ist ein In-vitro-Schnelltest, der auch in der Hauskrankenpflege eingesetzt werden kann. www.qualizyme.com


Von Karin Sattler

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