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Grünes Licht für die große WKO-Reform

Nationalrat beschließt Novelle des Wirtschaftskammergesetzes: Diese bringt neue Leistungen, mehr Effizienz und weitere Entlastung für Mitglieder.

Tauziehen
© Nick-Freund – Fotolia WKO-Reform: Gemeinsam an einem Strang ziehen für mehr Effizienz und neue Leistungen.
Im Nationalrat wurde dieser Tage die Novelle zum Wirtschaftskammergesetz (WKG) – basierend auf einem Beschluss des WKÖ-Wirtschaftsparlaments – mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und FPÖ verabschiedet. Präsident Christoph Leitl dazu: „Ich freue mich über den parlamentarischen Startschuss zur Reform WKO 4.0 und bedanke mich bei den Abgeordneten der zustimmenden Parteien, besonders bei unseren WKÖ-Vizepräsidenten Christoph Matznetter und Matthias Krenn, die die Kammerreform tatkräftig mittragen.“
Damit ist nämlich der Startschuss für die dritte umfassende Kammerreform seit dem Jahr 2000 gefallen: „Wir wollen zur weltweit leistungsstärksten WK-Organisation werden – durch Fairness bei der Finanzierung inklusive einer Entlastung aller Mitglieder, durch eine klare Aufgabenverteilung zwischen WKÖ und den Landeskammern, die Bündelung von Leistungsangeboten und die Optimierung der Effizienz bei der Leistungserbringung“, betont der WKÖ-Präsident. Bereits vor zehn Jahren wurden die Mitgliedsbeiträge um 30 Prozent gesenkt und die Leistungen um 30 Prozent ausgeweitet.

Die jetzige Reform bewegt, gemessen an den verfügbaren Einnahmen der Wirtschaftskammerorganisation, für die Unternehmen ein „Kosten-Potential“ von 20 Prozent: 15 Prozent durch Beitragssenkungen und fünf Prozent durch neue Serviceleistungen. Das Gesamtvolumen beträgt 134 Millionen Euro. Leitl: „Mit WKO 4.0 optimieren wir die Kosten-Nutzen-Relation, um eine Spitzenstellung als WKO abzusichern. Wir agieren in Sachen Service und Leistungsangebot noch näher am Mitglied – und das bei einer deutlichen Straffung der Kosten.“

Eckpunkte der Reform

  • Investitionen sollen aus der Beitragsgrundlage herausgerechnet werden, dadurch sinkt die Kammerumlage 1 (KU1) um 20 Millionen Euro.
  • Die KU1 wird degressiv gestaltet, das entlastet alle Mitglieder um 15 Millionen Euro, besonders die Großzahler.
  • Die Kammerumlage 2 (KU2), die auf Lohnsummenbasis errechnet wird, soll um fünf Prozent sinken. Das bringt Unternehmen 17 Millionen Euro.
  • Somit sollen sich die Betriebe bei der KU1 und der KU2 summa summarum 52 Millionen Euro pro Jahr ersparen.
  • Für Neugründer entfällt im ersten Jahr die Grundumlage, eine Ersparnis von 6 Millionen Euro.
  • Fachgruppenintern sollen Mehrfach-Grundumlagen künftig entfallen. Das bringt Einsparungen von acht Millionen.
  • 14 Millionen werden durch eine Neuregelung der Rechtsformstaffelung eingespart.


Reform-Schwerpunkte im Servicebereich

  • Die AWO wird neben ihrer bisherigen Aufgabe zu einer weltweiten Netzwerkagentur für Innovationen im Dienste der österreichischen Betriebe weiterentwickelt. Dabei werden z. B. Kooperationen mit Top-Forschungseinrichtungen wie dem MIT in Boston und der ETH Zürich etabliert – letztere ist bereits unter Dach und Fach.
  • Für die berufliche Ausbildung erstellt die WK-Organisation ein Gesamtangebot von der dualen Ausbildung bis zur tertiären Ebene. Mit diesem Bildungsverbund der Wirtschaft sollen insgesamt 100 verschiedene Bildungspfade angeboten werden.
  • Bezirksstellen sollen regionale Entwicklungs-Zentren zur Sicherung von Arbeit und Bildung sowie Nahversorgung werden.
  • Mit einer starken digitalen Vernetzung – insbesondere auch im Back-office-, IT- und Servicebereich – soll einerseits die Effizienz erhöht und sollen Strukturen vereinfacht werden. Das Ziel dabei: mehr Leistung zu geringeren Kosten.
  • B2B-Kooperationsvermittlungen (Pitchings inklusive) sollen unmittelbar zum unternehmerischen Erfolg der Mitglieder beitragen.

 „Wir gehen mutigen Schritts voran“ – Interview mit WKO-Präsident Josef Herk

Herr Präsident, Sie haben diese Reform im Bereich der Finanzen an vorderster Front mitverhandelt. Zufrieden mit dem Ergebnis?
Herk: Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt und ich denke, dass das Ergebnis nun zu Recht als großer Wurf bezeichnet werden darf. Denn 15 Prozent Einsparung bei gleichzeitigem Ausbau der Leistungen, das soll uns erst einmal wer nachmachen.
Wie und wo soll jetzt konkret eingespart werden?
Herk: Dass im Detail zu umzusetzen, ist die Aufgabe der nächsten Jahre. Wir haben uns als ersten Schritt auf eine Zielvorgabe geeinigt, die bis zum Jahr 2019 umzusetzen ist. Wichtig ist mir, in diesem Zusammenhang aber auch zu betonen, dass wir in der Steiermark den Reformweg seit Jahren vorantreiben. So haben wir zum Beispiel unsere 21 Bezirksstellen zu zwölf schlagkräftigen  Regionalstellen fusioniert, ähnliches gilt auch für die Fachorganisationen. Unterm Strich konnten wir die Kammerumlagen dadurch bereits um 20 Prozent senken.
Fordern Sie diese Reformen auch von der Politik?
Herk: Auf jeden Fall! Wir gehen mit gutem Beispiel voran und erwarten uns selbiges von der Politik.



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