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"Grünes" Heizöl für den Klimaschutz

Gleiche Heizanlage, aber „grüner“ Inhalt: Mit neuem flüssigem Brennstoff als Ersatz für fossiles Heizöl soll Schritt in die Klimazukunft gelingen.

Brennstoff aus Zapfsäule
© phonlamaiphoto-stock.adobe.com Mit neuem flüssigen Brennstoff als Ersatz für fossiles Heizöl soll Schritt in die Klimazukunft gelingen.

Das Verbrennen fossiler Produkte zu reduzieren bzw. gänzlich zu vermeiden steht im Sinne einer grüneren Zukunft nicht nur im Bereich der Mobilität immer stärker im Fokus. Auch wenn es ums Heizen geht, sind neue, umweltverträglichere Methoden gefragt. Eine mögliche Antwort darauf präsentiert nun der Fachververband des Energiehandels, allen voran Bundesobmann Jürgen Roth, mit sogenannten „Green Liquid Fuels“ – neuartigen flüssigen Brennstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. „Hydro Vegetable Oil, kurz HVO, ist sozusagen synthetisches Heizöl, das zum überwiegenden Teil aus Reststoffen – pflanzlichen und tierischen Fetten und Abfällen – besteht“, erklärt Roth. Es habe keinen Nachteil gegenüber fossilem Heizöl und könne ohne Zusatzaufwand in bestehenden modernen Brennwertanlagen verwendet werden.

Das sei eine wichtige Entwicklung, wie Roth bei der kürzlich erfolgten Präsentation der projekt-zugehörigen Studie betont: „Der Fachverband bekennt sich zu den Pariser Klimaschutzzielen und dem damit beschlossenen mittelfristigen Ausstieg aus dem fossilen Energieträger Heizöl.“ Aber das könne nur geschehen, wenn dieser auch standort- und sozialverträglich sei. „Ein Schlüssel dazu ist, wie auch die Studie deutlich belegt, der Einsatz von beispielsweise HVO“, so Roth. „Die ersten Ergebnisse können sich sehen lassen: HVO liegt bei allen Emissionen – CO, NOX, CO2 oder auch Ruß – deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten. Und während die Umstellungskosten bestehender Öl-Heizkesselanlagen auf andere Energieträger rund 20 Milliarden Euro kosten würde, kann HVO einfach in moderne Anlagen eingefüllt werden.“

Riesiges Einsparungspotenzial

Würde man das österreichweit tun, so könnte man die Treibhausgasemissionen um 2,4 bis 3,7 Millionen Tonnen senken. Roth: „Selbst wenn man lediglich fünf Prozent beimischt, lassen sich diese Emissionen je nach Rohstoffquelle um etwa 100.000 bis 186.000 Tonnen CO2-Äquivalente jährlich reduzieren.“
Umso mehr gehe es jetzt darum, dieses neue Heizöl in entsprechender Menge bzw. damit auch kostengünstig und möglichst mit Rohstoffen aus Österreich zu produzieren. „Das bestehende Heizsystem – das seit Jahrzehnten Wärme für zwei Millionen Menschen im Land liefert – per se schlechtzureden, ist falsch“, unterstreicht Roth. „Denn mit HVO ist es möglich, den flächendeckenden und vollständigen Umstieg aus fossiler Energie bis spätestens 2050 auch mit diesem Heizsystem zu erreichen.“

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