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So lässt sich grüner Strom smart nutzen

Armin und Stefan Schöpf sorgen (nicht nur) mit einer App für Furore, die die Nutzung von Eigenstrom optimieren soll.

Stefan Schöpf, Bernd Somitsch, Armin Schöpf und Ale­xander Malik
© Greentech Cluster Innovatives Quartett: Stefan Schöpf, Bernd Somitsch, Armin Schöpf und Ale­xander Malik haben mit der App „Solar Peak“ den „Green Tech Jam“ gewonnen.

Sonnige Zeiten für die Stromrechnung verspricht eine neue App eines jungen Grazer Studenten-Teams: Das Tool „Solar Peak“ optimiert – wie schon der Name verrät – den Eigenverbrauch von Strom aus Photovoltaikanlagen für Mehrparteienhäuser, deren Bewohner sich den Strom „teilen“. 

„Mit Hilfe der Applikation können Nutzer die smarte Waschmaschine, den Saugroboter oder den Geschirrspüler genau in dem Zeitraum einschalten, wo die Sonne am meisten Strom erzeugt – nämlich in der Zeit von elf bis 14 Uhr“, erklärt Sprecher Armin Schöpf. Mit seinem Bruder Stefan sowie Bernd Somitsch und Alexander Malik zeichnet er für das Projekt verantwortlich, das beim „Green Tech Jam 2019“ den ersten Platz abräumte. Die zündende Idee dahinter hat die Jury überzeugt.

„Es ist ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll, Geräte dann einzuschalten, wenn die Sonne am meisten Strom produziert“, präzisiert der 21-Jährige. Die Folge ist nicht nur eine deutlich schlankere Stromrechnung – laut Schöpf lässt sich bis zu einer Monatsrechnung im Jahr einsparen –, sondern auch ein stärkeres Bewusstsein, wie man den grünen Strom effizient nutzt. Weil der Strom ja unmittelbar verbraucht wird, muss er auch ins Netz nicht eingespeist werden. Eine Win-Win-Situation also für Konsumenten, Energieversorger – und last but not least die Umwelt. 

Als zusätzliches „Goodie“ wurde die smarte Eigenstromnutzung auch noch an Belohnungspunkte gekoppelt, die man in Onlineshops einlösen kann. Eine Idee, die Schule machen könnte: Bei der Energie Graz denkt man bereits über weitere Umsetzungsschritte nach.

Unternehmer mit vielen Ideen

Doch die smarte Stromnutzung ist nicht das einzige „Steckenpferd“ der technikaffinen Brüder, die zu den „Top 30 unter 30“ gekürt wurden – im Gegenteil. Als Gründer des Start-ups „Audili“ setzen sie auch neue Maßstäbe in der Fernerhebung von Flächen in der Landwirtschaft. Salopp gesagt wollen die beiden den Nährstoffgehalt von Weideflächen vom Weltall aus bestimmen. 

Was völlig utopisch klingt, ist technisch über Satelliten-Daten machbar: „Aufgrund der Rückstrahlung lassen sich für den Menschen unsichtbare Hyperspektraldaten über den Satellliten messen“, erläutert der Chef des Start-ups, das am Grazer Science Park angesiedelt ist. So kann man wichtige Parameter wie Nitrat-, Phosphor- und PH-Wert exakt bestimmen. 

In den letzten Monaten hat der Software-Entwickler mit seinem Bruder daher intensiv am Prototypen mit künstlicher Intelligenz getüftelt, „denn die Software muss aus den riesigen Satelliten-Datenmengen die richtigen Schlüsse ziehen“, so Schöpf. Das Ergebnis selbst ist binnen weniger Sekunden nach der Eingabe verfügbar. 

Statt aufwendiger Bodenproben wird der Nährstoffgehalt der Böden damit bequem aufs Tablet geliefert. Landwirte, die auf Digitalisierung setzen, können so smart vorausplanen und ihre Betriebe effizient optimieren. „Je hochwertiger die Weideflächen sind, desto mehr lässt sich beim Kraftfutter einsparen“, so Schöpf. Eine Innovation, die buchstäblich Himmel und Erde zusammenführt.


Quergefragt

Photovoltaik boomt. Ihr Credo?
Solarstrom ist eine Herzensangelegenheit.

Was bringt die App?
Einsparpotenzial und ökologisches Bewusstsein.

Wie groß ist das Einsparpotenzial?
Bis zu einer Monatsrechnung Strom pro Jahr.

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