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Steiermark wird zur Design-Hochburg

Der Designmonat und steirische Pioniere machen Design zum Wirtschaftsfaktor in der Steiermark.

Im Designmonat bündelt die steirische Landeshauptstadt ihre Schlagkraft.
© Miriam Raneburger Im Designmonat bündelt die steirische Landeshauptstadt ihre Schlagkraft.

106 Events mit 400 nationalen und internationalen Labels an 30 Tagen: Der aktuell eingeläutete Designmonat hat sich internationales Renommee erarbeitet. Auch als Wirtschaftsfaktor mit 1,7 Milliarden Euro Wertschöpfung hierzulande hat sich Design etabliert: Grund genug für die „Steirische Wirtschaft“, einen Blick auf die Branche zu werfen. Denn hinter dem „Flaggschiff“ Designmonat  sorgen unterschiedlichste Aspekte für Strahlkraft über die Landesgrenzen hinweg – speziell unsere Parade-Designer: allen voran die Grazer Maximilian Missoni, der als „Vice President“ für das Außendesign von Volvo verantwortlich zeichnet, und Julian Hönig, seines Zeichen aktuell Chefdesigner von IT-Gigant Apple – davor bei Lamborghini und Audi.

Auch beim großen steirischen Autobauer Magna wird Design großgeschrieben – aktuell mehr denn je, verrät Magna-Chefdesigner Andreas Wolfsgruber (mehr dazu auf der Seite 8). Doch nicht nur im Automotive-Segment geben die Steirer designmäßig Gas: Mit dem starken Treiber Software und Games erwartet sich Creative-Industries-Styria-Geschäftsführer Eberhard Schrempf auch künftig hohes Wachstum.

Graz als Drehscheibe des globalen Netzwerks

Darüber hinaus ist Graz Partnerstadt der UNESCO Creative Cities, wo man sich einen Ruf als unkonventioneller Ideengeber und Netzwerk-Drehscheibe erarbeitet hat, wie Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl betont: „Diese internationale Sichtbarkeit wird insbesondere durch den Designmonat Graz erzeugt. Ein Monat lang wird dabei das Thema Design in vielfältiger Art und Weise einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht, etwa durch die Beteiligung von 37 Grazer Innenstadtbetrieben.“ Inhaltlicher Anker im Designmonat Graz, der noch bis 9. Juni andauert, ist übrigens das Thema „Frauen & Design“. Der Fokus liegt dabei auf der Reflexion darüber, welche Klischees bei diesem Thema immer noch transportiert werden. 

Mit mehr Games zu mehr Umsatz

Software und Games tragen maßgeblich zur wachsenden steirischen Kreativwirtschaftsleistung bei. Drei Fragen an Eberhard Schrempf, Geschäftsführer „Creative Industries Styria“:

Was macht die steirische Kreativszene aus? Wo liegen konkrete Stärkefelder?

Schrempf: Die Kreativwirtschaft in der Steiermark entwickelt sich dynamisch, aktuell erwirtschaften 4.400 Kreativunternehmen einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Die Bruttowertschöpfung wächst stark – dazu trägt vor allem der für uns größte  und wichtigste Sektor Software und Games bei.

Inwieweit strahlen die Kompetenzen der steirischen Kreativszene über die Landesgrenzen hinaus? 

Schrempf: Spürbar ist aktuell vor allem die internationale Strahlkraft des Designmonats Graz. Design-Interessierte von Mexico City über Montreal bis nach Nagoya kommen nach Graz. Das zeigt, dass Graz international – auch in Fachkreisen – absolut angekommen ist.

Wo hat die Kreativszene noch Aufholbedarf? 

Schrempf: Als Creative Industries Styria bieten wir Designern Möglichkeiten, unsere Netzwerke zu nutzen – vor allem in die anderen UNESCO „Cities of Design“. Da braucht es künftig noch mehr Mut, hier schlummern große Potenziale für unsere steirische Kreativwirtschaft.


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