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Wie "Grenzgänger" gut versichert sind

Mitarbeiter müssen auf Dienstreisen in Europa eine A1-Bescheinigung mitführen. Warum es damit Probleme gibt und was der Experte dazu sagt.

Grenzenlos arbeiten, das kann auch bürokratische Hürden bedeuten.
© tiero-stock.adobe.com Grenzenlos arbeiten, das kann auch bürokratische Hürden bedeuten.

Seit geraumer Zeit kann es bei (kurzen) Dienstreisen innerhalb der Europäischen Union zu Unannehmlichkeiten kommen. Der Grund? Das Mitführen der Bescheinigung wird seit Kurzem ganz einfach strenger und viel rigoroser überwacht.
Georg Königsberger, WKO-Rechtsexperte: „Vor allem kurze Dienstreisen sind ein Problem. Sie sind grundsätzlich keine Entsendungen im arbeitsrechtlichen Sinn, da in der Regel kein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen wird. Auf der anderen Seite sind sie aber Entsendungen im sozialversicherungsrechtlichen Sinn, da im Zuge der Dienstreise in der Regel auch eine Tätigkeit ausgeübt wird (zum Beispiel die Teilnahme an einer Besprechung).“ Das bedeutet laut Königsberger, dass grundsätzlich für jede, auch nur einige Stunden dauernde Dienstreise ins Ausland eine sogenannte A1-Bescheinigung mitzuführen ist. Diese muss vorher beim zuständigen österreichischen Krankenversicherungsträger beantragt werden.

Wozu dient eine A1-Bescheinigung?

Die A1-Bescheinigung gilt als  Nachweis, dass eine aufrechte Sozialversicherung in Österreich vorliegt. Der Experte mit einem Novum: „Bisher wurde das Mitführen der A1-Bescheinigung bei Dienstreisen von den aufnehmenden Mitgliedsstaaten nicht überprüft, seit einiger Zeit werden die Kontrollen allerdings verschärft.“ Das Nichtmitführen des Formulars hat zur Folge, dass entsendete Arbeitnehmer nach dem Sozialversicherungsrecht des Landes, in dem sie sich aufhalten, zu versichern sind. In einigen EU-Staaten wurden bei Nichtvorlage bereits Geldstrafen verhängt.

Wie die WKO Firmen helfen kann?

Von Seiten der Wirtschaftskammer wird versucht, Informationen aus den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten einzuholen, wie diese auf das Fehlen reagieren. Königsberger: „Idealerweise erhalten wir Rückmeldungen wie zum Beispiel vom deutschen Bundesministerium für Arbeit und Soziales, wonach das deutsche Recht keine Mitführungspflicht der A1-Bescheinigung vorsieht und bei Kontrollen eine nachträgliche Beantragung und Vorlage der Bescheinigung sanktionslos durchaus möglich ist.“ 

Bis allerdings auch aus anderen Mitgliedsstaaten Rückmeldungen auf dem Tisch liegen, müssen Dienstgeber – bezugnehmend auf die Rechtsgrundlagen – für jeden Dienstnehmer und für jede Dienstreise in ein EU-Land (Ausnahme siehe Deutschland) vorab online oder mittels pdf-Formular eine A1-Bescheinigung ausfüllen und an den zuständigen KV-Träger übermitteln. Königsberger: „Wichtig ist, dass der Dienstgeber die ausgestellte A1-Bescheinigung dem Dienstnehmer vor Reiseantritt auch aushändigt.“


Bei allen Fragen zur A1-Bescheinigung helfen die WKO-Experten weiter: Rechtsservice, Tel. 0316/601-601, E-Mail rechts­service@wkstmk.at.


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