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Grazer Start-up hilft Airlines beim Sparen

Ein neuartiges Flugbeobachtungs- und Analysesystem aus Graz hilft Flughäfen und Airlines bei der Kostenreduktion.

Das innovative Trio von Aeroficial Intelligence (v.l.): Markus Stadlmair, Julian Jank und Johannes Schuster.
© Aeroficial Intelligence Das innovative Trio von Aeroficial Intelligence (v.l.): Markus Stadlmair, Julian Jank und Johannes Schuster.

Jede Minute, die ein Flugzeug länger als geplant in der Luft ist, kostet zusätzlich Geld – nicht zu vergessen, dass das mit einem Mehr an Emissionen einhergeht. Aber auch, wenn die Flieger am Boden zu lange auf ihre „Parkplätze“ zurollen, bedeutet das für die Betreiber, erneut tief in die Taschen greifen zu müssen. „Wenn man beispielsweise die Flotte der Austrian Airlines nimmt und hier pro Flugbewegung jeweils nur eine Minute einspart, dann kommt man auf einen siebenstelligen Eurobetrag pro Jahr, der positiv zu Buche schlägt“, rechnet Johannes Schuster vor. Klar, dass Flughäfen wie auch Airline-Bosse großes Interesse an verbesserten Abläufen beim Landeanflug bzw. dem darauf folgenden Prozedere am Rollfeld haben, doch fehlte es bislang an den dafür nötigen und entsprechend aufbereiteten Daten, ergänzt Schuster. „Wir sprechen hier nämlich von jenen exakten Beobachtungen aller Maschinen beim Landeanflug und am Rollfeld, die sonst nur die Flugsicherung hat.“
Aber an diese Infos komme man weder als Airlinebesitzer noch als Flughafenbetreiber im Normalfall so einfach ran, „und schon gar nicht in Echtzeit“, erzählt Schuster. Doch gerade hier würden sich für viele andere am Flugbetrieb Beteiligten interessante Muster ableiten lassen: Etwa welche Airline am häufigsten über welchem Flughafen und zu welcher Zeit (teure) Zusatzkreise ziehen muss, oder um frühzeitiger als bisher zu wissen, wann sich aufgrund des Wetters oder anderer Probleme welche Zeitslots für eine Landung verändern würden.

Detaillierte Datensätze

Deshalb hat sich der Luftverkehrsmanager gemeinsam mit zwei Luftfahrtingenieuren im Grazer ESA-Gründerzentrum daran gemacht, hier unter dem Namen „Aeroficial Intelligence“ einen neuen Standard in der Datenauswertung zu setzen. „Wir nehmen alle flugoperativen Positionen rund um den Flughafen bzw. am Flugfeld auf. Die hier gewonnenen Daten werden von unserem speziell dafür entwickelten System mittels künstlicher Intelligenz aufbereitet und analysiert und dem Endkunden – also den Airlines oder den Flughäfen – in Echtzeit zur Verfügung gestellt“, erklärt Schuster und unterstreicht, dass eine derartige Dienstleistung bislang einzigartig am Weltmarkt sei.
„Es gibt nur einen weiteren Marktbegleiter in den USA, der zwar ähnliche Daten aufnimmt, diese aber nur als Rohmaterial den Flughäfen anbietet. Ein weiterer sitzt in Europa, dieser registriert lediglich Ankünfte und Abflüge für die Nutzer einer Info-App fürs Smartphone.“ Kein Wunder also, dass bereits Gespräche mit den Big Playern der Branche – Airlines wie Flughäfen – „extem positiv laufen“.

Quergefragt:

Sammeln Airlines ihre Daten nicht selbst?
Ja, aber sie monitoren nur ihre eigenen Flüge.
Was tun Airlines mit den gekauften Infos?
Sie verfeinern damit ihre eigenen Datenbanken.
Was bringt es den Airports?
Sie überprüfen ihre Abläufe auf Effizienz.

Alle weiteren Informationen zum Unternehmen auf: www.aeroficial.com

Von Veronika Pranger

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