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Grazer lässt es weltweit krachen

Dreidimensionale Modelle von Gebirgsoberflächen zur exakten Sprengplanung: Die speziellen Softwarelösungen der Grazer 3GSM sorgen rund um den Globus dafür, dass kein Stein mehr auf dem anderen bleibt.

Explosion Berg
© ftfoxfoto - stock.adobe.com Dank Steirer-Knowhow wird weltweit exakt gesprengt.

Ob internationaler Bergbaukonzern oder kleiner Steinbruchbetrieb: Weltweit setzen Sprengprofis auf die Innovationen der 3GSM. Warum? Weil dank Grazer Hightech-Software bereits freihändig gemachte Fotos mit handelsüblichen Digitalkameras ausreichen, um daraus hochgenaue 3D-Bilder für exakte geologische Kartierungen zu generieren. Oberflächenvermessung per Fotoklick also – ein absolutes Novum am Markt, das die Planung ober- und untertägiger Felsbauaktivitäten enorm verkürzt und den Unternehmen bares Geld spart.
„Der Geologe kann ja nicht jede Steilwand zur Vermessung erklimmen. Digitale Bilder, selbst über Distanzen von mehr als 1.500 Metern gemacht, liefern ausreichend Daten für die von unserer Software erstellten 3D-Modelle“, erzählt Gründer und Geschäftsführer Andreas Gaich. Doch das Know-how der 3GSM reicht über das berührungslose Erfassen und Bewerten von Gebirgs- und Geländeoberflächen hinaus. Unter dem Namen „BlastMetrix“ liefern die Grazer nämlich auch das System zur Planung von Sprengungen. „Bohr- und Sprengstoffkosten werden deutlich gesenkt, weil man  mittels 3D-Profilvermessung der Bruchwand vorab weiß, wo genau das abzusprengende Material ist“, erklärt Gaich. „Es ist aber nicht nur die Wirtschaftlichkeit, auch die Sicherheit erhöht sich durch die kontrolliertere Sprengung enorm.“
Wie sehr diese Sprengplanung das Unternehmer-Börserl im Endeffekt schont, lasse sich aber immer nur für den Einzelfall beantworten, betont Gaich: „Ein Steinbruchbetreiber in den USA hat mir beispielsweise gesagt, dass sie innerhalb von acht Monaten eine halbe Million Dollar gespart haben, nur weil sie weniger sonstiges abgesprengtes Material zu transportieren hatten."


„Sie sagen to 3G a wall“


Stichwort USA: Die Grazer Software-Lösungen sind im Tunnel-, Berg- und Felsbau rund um den Globus im Einsatz. Und das höchst erfolgreich – nicht zuletzt wurde Gaichs Innovationsschmiede heuer von CIO Review zu den „20 most promising Metals & Mining Technology Solution Providers“ gezählt. „Europaweit gibt es kein vergleichbares System, weltweit ist es nur eine Handvoll Mitbewerber, die auf ähnlichem Gebiet unterwegs sind“, berichtet Gaich.
Die Grazer Vorrangstellung in der kleinen, aber höchst feinen Nische, wird nur noch deutlicher, wenn Gaich die Anekdote einer Fachtagung erzählt: „Ich stellte mich vor, worauf der Besucher mir freudig erklärte, dass man in Branchenkreisen immer öfter einfach ,to 3G a wall‘ sagt, wenn man das 3D-Vermessen von Gesteinswänden meint. Das zu hören, war ein echter Ritterschlag.“

Quergefragt:

Was kommt als nächstes?
Wir haben eine große Geschichte in den USA im Köcher, mehr verrate ich aber nicht.
Ihr Erfolgsgeheimnis?
Durchhaltevermögen, Leidenschaft für das Thema und hoch engagierte Mitarbeiter.
Was macht der Mitbewerb?
Ich sehe das sportlich: Wir bemerken, dass wir kopiert werden – also müssen wir gut sein.

Alle Informationen zum Thema: www.3gsm.at

Von Veronika Pranger

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