th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Gleiche Behandlung im Krankheitsfall

Seit 1. Juli 2018 sind Angestellte im Krankheitsfall Arbeitern gleichgestellt. Was sich langfristig für Chefs und Mitarbeiter ändert?

Arbeiter oder Angestellter, die Trennung fällt im Krankheitsfall.
© Karin-Uwe-Annas -- Industrieblick -- stoc Arbeiter oder Angestellter, die Trennung fällt im Krankheitsfall.
Bis 30. Juni galten unterschiedliche Regelungen für Arbeiter und Angestellte im Falle der Entgeltfortzahlung bei Krankheit. Kirsten Fichtner-Koele, Expertin im WKO-Rechtsservice: „Bis zu diesem Stichtag stellte das Angestelltengesetz (AngG) im Falle einer Dienstverhinderung durch Krankheit auf die Qualifikation als Erst- oder Folgekrankheit ab. Jeweils sechs Monate nach Wiederantritt der Arbeit nach einer Ersterkrankung entsteht ein neuer voller Entgeltfortzahlungsanspruch von – zum Beispiel in den ersten fünf Jahren – sechs Wochen. Für Folgekrankheiten innerhalb dieser Sechsmonatsfrist steht nach Ausschöpfung des Grundanspruches noch ein Anspruch in halber Höhe des Grundanspruches zu.“
Für Arbeiter hat das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) bis 30. Juni geregelt, dass pro Arbeitsjahr ein Grundanspruch – zum Beispiel in den ersten fünf Jahren – von sechs Wochen zusteht. Seit 1. Juli ist die Neuregelung betreffend Entgeltfortzahlung bei Krankheit in Kraft. Fichtner-Koele: „Mit diesem Stichtag wurden die bisherigen Regelungen betreffend Entgeltfortzahlung im Krankenstand der Arbeiter auch für die Angestellten übernommen. Das bedeutet, dass es dann auch für Angestellte nur mehr einen Grundanspruch pro Arbeitsjahr gibt.“ Allerdings kommt durch die Gesetzesänderung sowohl für Arbeiter als auch für Angestellte eine weitere Änderung hinzu: Der Entgeltfortzahlungsanspruch erhöht sich bereits im zweiten statt wie bisher im fünften Arbeitsjahr auf acht Wochen. Die neue Regelung gilt erstmals in den Arbeitsjahren, die nach dem Stichtag 30. Juni beginnen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Der Arbeitnehmer hat ein Arbeitsjahr von Mai bis Mai, dann beginnt im Mai 2019 ein neues Arbeitsjahr. Die neue Regelung ist auf dieses Dienstverhältnis somit erst ab Mai 2019 anwendbar. Bis dahin ist die alte Rechtslage anzuwenden.


Das könnte Sie auch interessieren

  • Servicenews
Das Arbeitsrecht fordert eine genaue Zuteilung der Kompetenzen, sonst drohen hohe Strafen.

Wer hütet in Firmen das Arbeitsrecht?

Das Arbeitsrecht ist in Unternehmen ein heißes Eisen, das hohe Verantwortung einfordert. Was Chefs beachten müssen, das weiß WKO-Rechtsexperte Andreas Müller. mehr

  • Servicenews
Die Cyber-Security-Hotline ist sieben Tage die Woche täglich von 0–24 Uhr besetzt.

Hier wird bei Cyber-Angriffen geholfen

Kriminelle im Netz machen quer durch alle Branchen reiche Beute. Wie Betroffene rasch auf Hilfe setzen können, um große Schäden zu vermeiden. mehr