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Gewerkschafts-Schlag unter die Gürtellinie

Als „niveaulosen Schlag unter die Gürtellinie“ bezeichnet WKO Steiermark Präsident Josef Herk die heutige Postwurfsendung der Gewerkschaft der Privatangestellten. 

Darin wird nämlich die Inhaberin der Universitätsdruckerei Klampfer, die in St. Ruprecht an der Raab nicht weniger als 100 Arbeitsplätze sichert, wegen des KV-Wegfalls persönlich diffamiert. Gemeinsam mit Regionalstellenobmann Vinzenz Harrer fordert Herk von den Gewerkschaftsspitzen darum eine klare Distanzierung.

„Gelbe Karte für Daniela Klampfer“, prangert auf einem Flugzettel, der heute in der Region Weiz an alle Haushalte ging. Daneben das Foto der Unternehmerin, die in St. Ruprecht an der Raab 100 Arbeitsplätze sichert. Trotzdem wirft die Gewerkschaft der Privatangestellten der Unternehmerin ein verantwortungsloses Vorgehen vor, da Klampfer aufgrund des derzeit fehlenden Kollektivvertrags in dieser Branche Einzelverträge mit ihren Mitarbeitern geschlossen hat. „Mir blieb aufgrund des aktuell rechtsfreien Raums auch gar keine andere Wahl. Meine Mitarbeiter sind trotzdem bestens geschützt und werden fair entlohnt“, so Klampfer, die sich ob der Gewerkschaftsaktion schockiert zeigt. Selbiges gilt für WKO Steiermark Präsident Josef Herk und den Obmann der Regionalstelle Weiz, Vinzenz Harrer. „Dieser persönliche Angriff gegen eine hochangesehene Unternehmerin ist ein Schlag unter die Gürtellinie. Wir fordern die Gewerkschaftsspitzen auf, sich von einer solchen Vorgehensweise zu distanzieren“, so Herk und Harrer.

Hintergrund ist der seit längerem schwelende Streit um einen neuen Kollektivvertrag. Der vom Fachverband Druck jüngst vorgezeichnete Weg zu einem neuen Drucker-KV (der durch Zurücklegung des KV-Mandats durch den freiwilligen Verband Druck und Medientechnik, die Mitte dieses Jahres Rechtskraft erlangte, möglich wurde) wird durch aktuelle Kampfmaßnahmen der Gewerkschaft konterkariert und – so die Obfrau des Fachverbands Drucks in der WKÖ, Ingeborg Dockner – massiv gefährdet: „Wir haben der Gewerkschaft mitgeteilt, dass wir an einer demokratischen Willensbildung unserer Mitgliedsunternehmen und Ländergruppen intensiv arbeiten – und dass das bis November dieses Jahres erledigt sein wird. Wir haben weiters angeboten, dass die Gewerkschaft im Sinne umfassender, schneller Information ihre Position dazu – gerne auch über unsere Kommunikationskanäle – allen Unternehmen direkt darlegt. Dass anstelle dessen jetzt gezielte Kampfmaßnahmen stattfinden, ist sachlich nicht gerechtfertigt und – gelinde gesagt – kontraproduktiv.“


Rückfragehinweis:

Mario Lugger
Referatsleiter Kommunikation
T 0316/601-652


Flugblatt Gewerkschaft Klamper Druck

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