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"Natürlich sperre ich das Geschäft jeden Tag noch selbst auf"

Das Uhren- und Schmuckgeschäft "Friedrich Amberger" ist eine Grazer Institution. Die Tochter des Gründers, Maria Kremsner, führt das Geschäft seit Jahrzehnten mit großer Leidenschaft. Und auch ihr nun gefeierter 90. Geburtstag werde daran so schnell hoffentlich nichts ändern, so die Unternehmerin.

Wilhelm und Maria Kremsner mit WKO-Präsident Josef Herk.
© Foto Fischer Geburtstags-Selfie zum 90er mit WKO-Präsident Josef Herk.

Es gibt wohl nur wenige Grazer, die noch nicht im Laufe der letzten Jahrzehnte dem Familienbetrieb "Friedrich Amberger" in der Stubenberggasse einen Besuch abgestattet haben – und sei es nur, um schnell die Batterie oder gleich das ganze Armband der Uhr wechseln zu lassen. Denn das Unternehmen ist mit seinen knapp 100 Jahren längst Tradition, der Name unter Uhrmachern im ganzen Land seit Generationen erste Anlaufstelle.

Auch mit 90 Jahren täglich im Geschäft

Und ebenso seit Generationen ist sie das Gesicht dieses Hauses: Maria Kremsner, die am 1. August ihren 90. Geburtstag feierte. "Nach der Matura im Jahr 1947 trat ich in das Geschäft meines Vaters ein", erzählt die Unternehmerin, die 1972 den Betrieb übernahm. Und diesen führt sie bis heute Seite an Seite mit ihrem Mann Wilhelm – der im kommenden Jahr ebenfalls seinen 90er feiert. "Natürlich sperre ich noch jeden Tag selbst das Geschäft auf und am Abend wieder zu", stellt Kremsner klar, dass sie nicht ans Kürzertreten denkt – denn Arbeit sei ein Segen fürs Leben, das sei ihr Motto: "Wir tun das alles nicht, weil wir müssten, sondern weil wir es gerne tun. Es ist unsere Leidenschaft." 

Und deshalb wundert es auch nicht, dass selbst der Corona-Lockdown sie nicht davon abhalten konnte, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Ganz im Gegenteil: „Gerade in dieser Zeit benötigten viele Uhrmacher ja Ersatzteile –  und die bekommt man ja nur bei uns, weil wir in der Steiermark der einzige Großhandel für Uhrmacherersatzteile sind, speziell auch für Großuhren und mechanische Uhren.“ Aber nicht nur das, es ist auch eine kleine Schatzkammer, die noch Komponenten bereithält, die sonst nirgendwo mehr zu bekommen sind: "Das Geschäft mit den Uhren und den Ersatzteilen geht ja bereits ins Jahr 1870 zurück. Mein Vater stieg hier dann 1922 ein."

"Man braucht einen Grund, um in der Früh aufzustehen"

Gefragt nach ihren weiteren Leidenschaften nennt die unermüdliche Geschäftsfrau das Reisen um die Welt und viel Sport – damit sei aber doch seit einiger Zeit Schluss, das Selber-Autofahren habe sie mit 80 eingestellt, erklärt sie – aber beruflich etwas Zurückzuschrauben, komme noch nicht in Frage: „Man braucht ja schließlich einen Grund, um in der Früh aufzustehen.“  

Und dass diese Liebe zum Business fit hält, davon überzeugte sich auch WKO-Präsident Josef Herk, der gemeinsam mit WKO-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg und Gremialobfrau Elke Neubauer-Wolf, der Jubilarin persönlich zum Geburtstag gratulierte. Herk: "Betriebe wir dieser sind das Tafelsilber der steirischen Wirtschaft. Jahrzehntelang ist Frau Kremsner gemeinsam mit ihrem Mann mit großer Leidenschaft unternehmerisch tätig und hat über die Jahre zahlreiche Lehrlinge zu Fachkräften ausgebildet. Hier sieht man: Unternehmertum hält jung.“ 


Maria Kremsner mit den Gratulanten Dernoscheg, Neubauer-Wolf und Herk.
© Foto Fischer Gratulierten Maria Kremsner (Mitte) zum 90. Geburtstag: Karl-Heinz Dernoscheg, Elke Neubauer-Wolf und Josef Herk (v.l.)

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