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Geoblocking-Aus: Jeder muss überall online kaufen dürfen

Mit 3. Dezember 2018 tritt die Geoblocking-Verordnung in Kraft: Händler müssen rasch ihre Web­shops auf die neuen Handelsregeln überprüfen.

Mit dem Inkrafttreten des Geoblocking-Verbots müssen Onlineshopbetreiber allen Kunden, egal aus welchem EU-Land sie bestellen, die gleichen Kaufmöglichkeiten ­offerieren.
© Kalim - stock.adobe.com Mit dem Inkrafttreten des Geoblocking-Verbots müssen Onlineshopbetreiber allen Kunden, egal aus welchem EU-Land sie bestellen, die gleichen Kaufmöglichkeiten ­offerieren.
Ab 3. Dezember 2018 gelten neue Regeln beim Online-Verkauf innerhalb der EU. Denn war es bislang möglich, Käufer aus bestimmten Ländern am Shoppen auf der eigenen Website zu hindern, fällt diese territoriale Einschränkungsmöglichkeit – weil diskriminierend – mit der EU-Geoblocking-Verordnung nun weg. Und das hat umfangreiche Auswirkungen auf alle Webshopbetreiber, wie E-Commerce-Experte Martin Macheiner erklärt: „Jetzt besteht die Verpflichtung, jedem Konsumenten in ganz Europa Waren zu denselben Konditionen anbieten zu müssen.“ Wenngleich er relativiert, „dass der ursprünglich vor zwei Jahren vorgestellten Variante der wohl größte Giftzahn gezogen werden konnte“. Damit spricht er die damals angedachte Verpflichtung zur Lieferung in jedes EU-Land an.

„Shop as a local“-Gebot

Nun bestehe „nur“ mehr die Auflage, Kunden, egal aus welchem EU-Land, den Kauf seiner Waren zu den gleichen Bedingungen zu ermöglichen. Wohin man jedoch liefert, kann beschränkt werden. „Allen anderen ist aber eine Abholung, in unserem Fall in Österreich, zu ermöglichen“, erklärt Macheiner. Soll heißen: Jeder muss „as a local“ kaufen dürfen, aber nicht jedem muss geliefert werden. Die Einschränkung der „belieferten Länder“ ist den Kunden vor dem Bestellvorgang aber klar und deutlich anzuzeigen.
„Und auch die Bezahlmöglichkeiten müssen EU-weit gleich zugänglich sein“, betont Macheiner. Wer also Kreditkartenzahlung ermöglicht, muss sicherstellen, dass auch die Top-Karten aller Länder hier gelistet sind. „Alternativ bieten sich Paymentprovider an, zu denen alle Käufer gleichermaßen Zugang haben.“
Ebenso müssen die Textfelder im Online-Bestellvorgang die Eingabe aller EU-Länder und Adressen ermöglichen. Und das ungefragte, automatische Weiterleiten auf länderspezifische Webseiten ist ab 3. Dezember ebenso verboten. Macheiner rät allen Online-Händlern, ihre Webauftritte rasch entsprechend zu überprüfen bzw. gegebenenfalls zu adaptieren.

Ausführliche Infos zum Thema finden Sie im im E-Commerce-Servicecenter des steirischen Handels: wko.at/stmk/go-online bzw. auf www.ubit-stmk.at

Von Veronika Pranger

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