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Frischer Wind in der Taschner-Szene

Maria Trummler haucht einer alten Branche neues Leben ein: Als „Stadtmitzi“ hat sich die Grazerin dem Upcycling verschrieben.

Sichtlich stolz auf ihre Produktlinie ist Jungunternehmerin Maria Trummler
© Foto Fischer Sichtlich stolz auf ihre Produktlinie ist Jungunternehmerin Maria Trummler
Ob groß, klein, bunt oder einfärbig, ob Henkel aus Korken oder Taschen aus rutschfesten Tischunterlagen: In der „Taschen-Werkstatt“ von Maria Trummler gibt es nichts, was es nicht gibt. Klassisches Nähzubehör, Maßband und Schere treffen hier auf modernen Zeitgeist und viel Leidenschaft für Design. „Jede Tasche ist ein Unikat und von mir selbst genäht“, sagt die Jungunternehmerin nicht ohne Stolz.

Und auch „Wegwerfprodukte“ wie Weinkorken oder alte Jeans finden in Trummlers Studio eine neue Bestimmung. Damit hat die findige Unternehmerin den Puls der Zeit getroffen – quasi Up­cycling in Taschenform: „Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit sind mir sehr wichtig – und wie die große Nachfrage zeigt, wissen das auch meine Kunden zu schätzen.“
Mitten in der Grazer Innenstadt führt die 27-Jährige mit dem Label „diestadtmitzi“ einen der 38 Taschner-Betriebe, die es derzeit in der Steiermark gibt. Und die Absolventin eines Modekollegs haucht dem alten Gewerbe viel neues Leben ein – bedruckt sie doch die Stoffe selbst, die sie später zu Taschen de­signt und selbst näht. Mehrere Stunden Arbeit und viel Kreatitivät fließen in jede ihrer Taschen, die sie mit viel Gespür für Design herstellt. Obwohl sie erst seit wenigen Monaten im Geschäft ist, gehen die Taschen weg wie die warmen Semmeln, berichtet sie: „Der Vertrieb über Webshop und Märkte funktioniert, ich komme kaum mehr mit der Arbeit nach.“
Wenn das Geschäft mit den Taschen weiterhin so floriert, will die Grazerin ihr Business weiter ausbauen: „Noch ist der Betrieb mein zweites Standbein, doch ich habe bereits schon viele Ideen, die ich noch umsetzen möchte “, schmunzelt sie.

Mehr Infos unter: www.diestadtmitzi.com.

Von Karin Sattler

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