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Food-Tech-Start-up aus Graz "kocht" die Welt ein

Zwei Grazer haben in den Töpfen gerührt – und sorgen mit ihrem „Functional-Food“ nicht nur hierzulande für Aufsehen.

Neena Gupta-Biener und Johannes Biener
© Foto Fischer Die Gründer der „VIFFFF“ – Vegetarian Internationa Fermented Functional Food Factory: Neena Gupta-Biener und Johannes Biener.

Was herauskommt, wenn ein weitgereister und asienaffiner Mikrobiologe und eine vegane Professorin für internationales Management gemeinsam den Kochlöffel schwingen? Ganz einfach: Eine Kreation, die weit mehr ist, als „nur“ eine schmackhafte vegan/vegetarische Alternative zu Sojalaibchen und Co.

Denn diese fluffige, brötchenartige Speise aus Hülsenfrüchten, Getreide und weiteren gesunden Ingredienzien, kombiniert mit speziell abgestimmten Saucen, die Neena Gupta-Biener und Johannes Biener in ihrer „VIFFFF“ – Vegetarian Internationa Fermented Functional Food Factory – entwickelt haben, erzielen neben dem Gaumenschmaus auch höchst gesundheitsfördernde Effekte. Und das derart gut, dass bereits medizinische Einrichtungen – u. a. die MedUni Graz, die Berliner Charité oder auch zuletzt eine Spezialklinik für Übergewichtige und Diabetespatienten in Taiwan – das innovative Ehepaar aus Graz zum „Vorkochen“ geladen haben. 

Was das so Besondere an dieser kulinarischen Entwicklung ist? „Durch den patentierten Herstellungsprozess – u. a. spezielle Fermentationen – verursacht ,VIFFFF‘ trotz seines hohen Kohlehydratanteils keinen plötzlichen Blutzuckeranstieg. Man spricht hier von einem niedrigen glykämischen Index“, erklärt Johannes Biener. 

Klinische Studien

Präklinische Tests hätten bereits gezeigt, dass dieses Produkt nicht nur für Diabetes-Typ-I- bzw. II-Patienten sehr geeignet sei, sondern auch für Menschen mit mit Magen-Darm-Empfindlichkeiten, unterstreicht Neena Gupta-Biener. Weitere bereits geplante medi-zinisch-„kulinarische“ Testläufe mit der MedUni Graz musste das Foodtech-Start-up aufgrund von Corona zuletzt zwar hintanstellen, doch das internationale Interesse sei weiterhin enorm, freuen sich die beiden Foodtech-Unternehmer. „Sobald wieder etwas mehr Normalität einkehrt, werden die Studien fortgesetzt und die Kooperationen in Agriff genommen.“

Convenience-Produkt

Doch auch wenn Corona alles verzögere, Zeit zum Ausrasten gibt es nicht: „Zuletzt haben wir den Vertrieb in der Schweiz auf Schiene gebracht und in Wien einen Lebensmittelhersteller gewonnen, der für uns in Serie produziert. Doch wir wollen eigentlich in der Steiermark bleiben – und suchen deshalb weiter nach einem weiß-grünen Sparringspartner“, erzählen die beiden.
Und sie versichern, dass es dazu nicht mehr benötige als eine „normale“ Gastroküche. Denn für die Herstellung wurde mit einem Maschinenbauingenieur eine Robotik entwickelt. „Man kann sich das wie eine smarte Küchenhilfe vorstellen, die viele Arbeitsschritte selbständig erledigt“, so Biener.
Jetzt in die Serienproduktion zu starten und dafür auch Investoren zu finden, sei der nächste, wichtige Schritt, erklären die beiden: „Wir wollen natürlich mehr, als nur diätologische (Groß-)Küchen zu bedienen.“ Denn auch Fans gesunder Ernährung sind als Zielgruppe ebenso anvisiert wie Sportler – aufgrund des hohen Proteingehalts: „Schockgefrostet, als Convenience-Produkt, wollen wir unsere Speise auch an die Gastronomie, zu Lieferservices bzw. den Take-Away-Bereich bringen.“  


Quergefragt:

Wie schmeckt das Produkt?
Die Rezepte der Speise, etwa mit Mais oder Kürbiskernen, sind nicht zu geschmacksintensiv.
Der Geschmackt liegt also in der Sauce?
Ja. Unsere dazu entwickelten Saucen sind speziell abgestimmt für den gesunden Zusatzeffekt.  
Was ist als Nächstes geplant?
Medizinische Studien, Serienproduktion - möglichst in der Steiermark – und die Internationalisierung.


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