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"Flüssig" sein zählt mehr als die Rendite

Trotz Mikrozinsen sind die Österreicher Sparefrohs: Jedes Monat werden im Schnitt 259 Euro auf die Seite gelegt. Abseits des „Notgroschens“ könnten Alternativen aber viel höhere Renditen abwerfen, zeigt eine aktuelle Studie.

Sparen will auch in Zeiten von Niedrigzinsen gelernt sein.
© Dada-Lin – Fotolia Sparen will auch in Zeiten von Niedrigzinsen gelernt sein.

Wenn der Boiler den Geist aufgibt, das Auto streikt oder der Laptop nicht mehr in die Gänge kommt, dann ist er gefragt: Der viel zitierte „Notgroschen“. Als Rücklage für unvorhergesehene Notfälle gedacht, rückt er – und damit das breite Feld des Sparens – rund um den Weltspartag wieder in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Und die Österreicher sind auch in Zeiten von Niedrigzinsen fleißige Sparer, wie eine aktuelle IMAS-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen zeigt, im Zuge derer bundesweit 900 Personen befragt wurden: Demnach legen die Sparer im Schnitt jedes Monat 259 Euro auf die hohe Kante – das ist deutlich mehr als noch vor zehn Jahren, als im Schnitt 155 Euro im Monat zur Seite gelegt wurden. Wenig verwundertlich also, dass 76 Prozent der Befragten angeben, dass ihnen das Sparen „sehr“ oder „ziemlich“ wichtig ist.

Sparquote liegt über dem Euroraum

Allerdings ist der Sparanteil gemessen am Gesamteinkommen in den letzten Jahren gesunken, wie die aktuelle Sparquote belegt: Wurden 2009 noch 11,4 Prozent vom frei verfügbaren Einkommen gespart, ist dieser Wert auf aktuell 7,7 Prozent geschrumpft. Ein Wert, der aber nach wie vor deutlich über dem Euroraum liegt (5,1 Prozent) und die Alpenrepublik damit als „Sparmeister“ bestätigt.


Unterm Strich haben Herr und Frau Österreicher ein Geldvolumen von unglaublichen 715 Milliarden Euro angehäuft, wie aus aktuellen Daten der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) hervorgeht. „Flexibilität hat für die heimischen Sparer weiterhin höchste Priorität“, so Vize-Gouverneur Gottfried Haber zum zentralen Veranlagungsmotiv der privaten Haushalte. Salopp formuliert ist den Österreichern wichtiger, „flüssig“ zu sein als hohe Renditen zu erzielen. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen der Imas-Umfrage, wonach 84 Prozent der Befragten sicherheitsbetonte Sparer sind, die niedrige Zinsen in Kauf nehmen, um keine Verluste zu erleiden. Dem stehen nur zwölf Prozent an risikobereiten Anlegern gegenüber, die auch mögliche Verluste in Kauf nehmen.
Sparen ist mittlerweile – rein rechnerisch – sogar zum Verlustgeschäft geworden: Aufgrund der minimalen Einlagen-Zinsen im Vergleich zur Inflation verlieren die Österreicher seit 2015 sage und schreibe 14,7 Milliarden Euro an Kaufkraft – das entspricht einer negativen Rendite von durchschnittlich 1,6 Prozent pro Jahr.

Gering verzinste Produkte

Doch das dürfte längst nicht allen bewusst sein: Laut OeNB liegen bei österreichischen Banken über 260 Milliarden Euro auf gering verzinsten Produkten, das sind um 27 Prozent mehr als noch 2009. „Hätten die Österreicher in den letzten fünf Jahren nur zehn Prozent nicht aufs Sparbuch gelegt, sondern in Aktien investiert, hätten sie sieben Milliarden Euro an zusätzlichen Erträgen erwirtschaften können“, erklärt Peter Bosek, CEO der Erste Bank, bei der Präsentation der Studie: „In diesem Zinsumfeld eigenet sich das Sparbuch nur mehr als kurzfristige Liquiditätsreserve.“

Wirtschaftliche Fakten, die das klassische Sparbuch zunehmend in Bedrängnis bringen. Auch die Attraktivität des klassischen Sparform wurde im Zuge der Erhebung unter die Lupe genommen: Während noch 38 Prozent im Sparbuch Vorteile wie Verfügbarkeit und Sicherheit sehen, hält die große Mehrheit (nämlich 62 Prozent der Befragten) das Sparbuch für nicht mehr zeitgemäß. Ein Trend, den man auch bei der Raiffeisen Landesbank Steiermark bestätigt: „Das Sparbuch nimmt in der Beliebtheit ab, indes legt das Online-Sparen zu.“


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