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Fit für Zukunft mit effizienter Struktur

Die Wirtschaftskammern bleiben auf Reformkurs: Innerhalb von 20 Jahren sinken die Kammerumlagen pro Mitglied im Schnitt um fast ein Drittel.

Grafik Kammerumlagen
© WKO, Andreas Klein -Fotolia Entwicklung der Kammerumlagen pro Mitglied seit 2000
Die Wirtschaftskammern setzen den eingeschlagenen Reformkurs weiter konsequent fort. „Wir setzen auf Sparsamkeit und Effizienz. Daher haben wir in der Vergangenheit als einzige öffentlich-rechtliche Körperschaft unsere Mitgliedsbeiträge massiv reduziert und zugleich die Service- und Beratungsangebote ausgebaut“, betont WKÖ-Präsident Christoph Leitl. „Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen und Effizienzgewinne als Beitragsentlastung an unsere Mitglieder weitergeben“, setzt er nach.

Im Frühjahr wurde daher die nächste Reform auf Schiene gebracht. Im Fokus steht ab 2019 eine weitere Beitragsreduktion mit einem Volumen von 100 Millionen Euro, von der die Mitglieder profitieren. Zugleich gibt es ein Mehr an Leistungen, insbesondere in den Zukunftsbereichen Innovation und Bildung.

Die wahren Kostentreiber

Das Kammerumlagenaufkommen der Wirtschaftskammern stieg seit dem Jahr 2000 nicht nur deutlich geringer als die Inflation, die Entwicklung der Kammerumlagen steht auch in einem krassen Gegensatz zu jener der Steuer- und Abgabenlast: Während die Steuer- und Abgabenlast pro Einwohner um 53 Prozent zulegte, ist der Verbraucherpreisindex im selben Zeitraum um 35 Prozent nach oben geklettert. Die Steigerung des Kammerumlagenaufkommens liegt mit 34 Prozent unter der Teuerungsrate. Pro Mitglied gerechnet sind die Kammerumlagen seit dem Jahr 2000 sogar um 18 Prozent gesunken.
„Die Wirtschaftskammer hat über die Jahre kontinuierlich einen Reformprozess verfolgt und zum Nutzen der Betriebe substanzielle und spürbare Entlastungsschritte gesetzt. Und auf dieser Klaviatur werden wir weiterspielen“, sagt Leitl – und ergänzt: „Wenn der Staat nur einen Bruchteil dessen einsparen würde, was wir innerhalb unserer Organisation bereits erfolgreich an Effizienzsteigerung umgesetzt haben, würde Österreich auf Sicht kein Defizit mehr erwirtschaften und hätte ausreichend Spielraum für notwendige Invesitionen.“

Interessenvertretung:

  • 10.100 AMS-Interventionen führen die Regionalstellen der WKO Steiermark jährlich durch.
  • 400 Gesetze werden jedes Jahr von den Experten der WKO für die Unternehmer begutachtet.
  • 650 Kollektivverträge werden Jahr für Jahr verhandelt, damit wird Rechtssicherheit geschaffen.
  • 205.000 Euro kostet ein Generalstreik unsere Betriebe jede Minute. Dank der Sozialpartner hat Österreich die geringsten Streikzeiten.

Josef Herk, Präsident WKO Steiermark:

„Die Selbstverwaltung ist keine Pflicht, sie ist vielmehr ein wohlerworbenes Recht. Ein Recht, das mir als Unternehmer sehr am Herzen liegt. Kammern sind mit ihrer gesetzlichen Mitgliedschaft und der demokratischen Wahl ihrer Repräsentanten nämlich ein Gegenpol zur staatlichen Allmacht. Eine Errungenschaft des Liberalismus, die uns Unternehmern Gehör verschafft. Darüber hinaus ermöglicht die Pflichtmitmitgliedschaft ein breites Leistungsspektrum auf solidarischer Finanzierungsbasis.“


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