th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Fiskus hat Bürger im Griff

Keiner mag Steuern, aber alle müssen blechen. Der Experte informiert über die Arten der Steuerpflicht und wer für den Fiskus in die Tasche greifen muss.

Menschliche Marionette
© Elnur Amikishiyev, Fotolia Steuerlich hängen alle Bürger am Gängelband des Staates.

 Unbeschränkt steuerpflichtig sind Personen, die in Österreich ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Klemens Waltl, Experte im WKO-Rechtsservice, mit der genauen Definition: „Einen Wohnsitz in Österreich haben Personen, die im Bundesgebiet über eine Wohnung verfügen, die sie längerfristig als solche nutzen. Sie muss nicht der Hauptwohnsitz sein, aber zum Wohnen geeignet sein und zumindest wiederkehrend benützt werden. Einen gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben Personen, die sich im Bundesgebiet nicht nur vorübergehend (z.B. Geschäftsreise etc.), sondern für längere Zeit aufhalten. Nach sechs Monaten in Österreich tritt rückwirkend die unbeschränkte Steuerpflicht ein.“ Die Staatsbürgerschaft ist dabei nicht entscheidend. Waltl: „Die unbeschränkte Steuerpflicht bedeutet, dass grundsätzlich alle in- und ausländischen Einkünfte in Österreich steuerlich erfasst werden.“ 

Wer ist beschränkt steuerpflichtig?

Alle Personen, die in Österreich als Arbeitnehmer oder von Österreich Einkünfte (zum Beispiel Sozialversicherungspensionen) erzielen, aber in Österreich keinen Wohnsitz und auch nicht ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Auch beschränkt steuerpflichtige Arbeitnehmer können eine Veranlagung lohnsteuerpflichtiger Einkünfte beantragen und dabei Werbungskosten und inlandsbezogene Sonderausgaben geltend machen.Waltl macht darauf aufmerksam, „dass im Falle einer Veranlagung von beschränkt Steuerpflichtigen der Steuerbemessungsgrundlage ein Betrag von 9.000 Euro hinzugerechnet wird, der bei der laufen-den Lohnverrechnung nicht zum Tragen kommt“. Dies geschieht deswegen, weil das steuerfreie Existenzminimum grundsätzlich vom Wohnsitzstaat zu berücksichtigen ist. Auf Grund der tarifmäßigen Steuerfreigrenze von 11.000 Euro verbleibt für beschränkt Steuerpflichtige damit ein steuerfreies Basiseinkommen von 2.000 Euro.

EU-/EWR--Bürger, die keinen Wohnsitz, aber die Haupteinkünfte in Österreich haben (das ist dann der Fall, wenn 90 Prozent der Einkünfte in Österreich erzielt werden oder die Auslandseinkünfte gesamt nicht mehr als 11.000 Euro betragen), können für die unbeschränkte Steuerpflicht optieren. Waltl: „Dabei werden trotz unbeschränkter Steuerpflicht nur die österreichischen Einkünfte besteuert. Es entfällt aber die Hinzurechnung von 9.000 Euro bei der Veranlagung. Persönliche Absetzbeträge (Alleinverdiener-, Alleinerzieher-, Unterhaltsabsetzbetrag) und außergewöhnliche Belastungen können geltend gemacht werden.“ Doppelbesteuerungsabkommen verhindern, dass mehrmals Steuer für dasselbe Einkommen bezahlt wird, wenn man in mehreren Staaten einen Wohnsitz hat oder Einkünfte erzielt. 

Saison- und Gastarbeiter sowie Grenzgänger 

Grenzgänger, die ihren Wohnsitz in Österreich haben, aber in Deutschland, Italien oder Liechtenstein arbeiten und täglich pendeln, werden grundsätzlich in Österreich besteuert. Dabei steht ihnen der Grenzgängerabsetzbetrag zu. Gastarbeiter sind bereits ab dem ersten Tag ihres Aufenthaltes in Österreich unbeschränkt steuerpflichtige Arbeitnehmer Voraussetzung: zumindest sechsmonatige Arbeitserlaubnis bzw. Arbeitsvertrag. Bei Saisonarbeitern tritt die unbeschränkte Steuerpflicht (vom ersten Tag an) ein, wenn der Aufenthalt im Inland länger als sechs Monate dauert. 

Das könnte Sie auch interessieren

  • Servicenews
Newsportal Der Bürokratie geht es an den Kragen

Der Bürokratie geht es an den Kragen

Die Verwaltung wiegt in Österreich schwer. Eine Reform sorgt jetzt für Erleichterung. Wo die Unternehmer künftig am meisten aufatmen können. mehr

  • Servicenews
Newsportal Karfreitag bleibt im Blickpunkt

Karfreitag bleibt im Blickpunkt

Auch wenn Ostern vorbei ist, die Fragen rund um den Karfreitag als Feier- oder Arbeitstag beschäftigen Arbeitgeber weiter. mehr

  • Servicenews
Newsportal Die Anlagen im Visier  des Gesetzgebers

Die Anlagen im Visier des Gesetzgebers

Der Gesetzgeber lugt auf alle Änderungen bei Betriebsanlagen. Der Experte verrät, wann eine Anzeige reicht und wann eine Genehmigung notwendig ist. mehr