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Feinstaub-Bilanz im grünen Bereich

Die EU plant eine Verschärfung der Feinstaub-Richtlinie: Warum es in Graz trotz zahlreicher Maßnahmen kaum mehr Luft nach oben gibt, zeigt eine neue Studie.

59 Prozent der Grazer Feinstaub-Überschreitungstage fielen von 2005 bis 2017 auf Inversionswetterlagen. Meteorologische Faktoren sind hauptverantwortlich für Überschreitungen.
© Daniel Loretto - Fotolia 59 Prozent der Grazer Feinstaub-Überschreitungstage fielen von 2005 bis 2017 auf Inversionswetterlagen. Meteorologische Faktoren sind hauptverantwortlich für Überschreitungen.

Neue Straßenbahn-Anbindungen, Veränderungen im Winterdienst, IGL-Maßnahmen, ein dicht getaktetes S-Bahn-Netz, Fördermaßnahmen für E-Fahrzeuge und ein massiver Ausbau der Fernwärme: Die vielen Maßnahmen, die in Graz zur Verbesserung der Luftgüte getroffen wurden, zeigen nachhaltig Wirkung. Das belegt jetzt auch eine brandaktuelle, von der Wirtschaftskammer Österreich, gemeinsam mit der WKO Steiermark in Auftrag gegebene Studie. Ein Team des Joanneum Research hat dafür die Luftqualität von 2005 bis 2017 genau unter die Lupe genommen und auch den Zusammenhang mit der Meteorologie untersucht.

Markante Verbesserungen

Demnach haben sich die Luftwerte in dieser Zeit markant verbessert, wie Studienautorin Ulrike Kleb ausführt: „Die Jahresmittelwerte der PM10-Feinstaub-Konzentration sind an allen Grazer Messstationen um mehr als 20 Prozent gesunken, bei der Stickstoffoxid-Konzentration beträgt der Rückgang zehn bis 20 Prozent.“ Und die meteorologischen Faktoren spielen an den Überschreitungstagen eine maßgebliche Rolle, erklärt Kleb: „Neben kalten Temperaturen sind Inversionswetterlagen und niedrige Windgeschwindigkeiten hauptverantwortlich für Überschreitungen der Grenzwerte.“ So hat an 59 Prozent der Überschreitungstage eine Inversionswetterlage geherrscht. „Wetterphänomene wie Windarmut, Temperatur­umkehr und kalte Temperaturen haben im Grazer Raum also einen maßgeblichen Anteil an Überschreitungen“, resümiert die Expertin.

Ein Faktum, das sich trotz größter Anstrengungen gegen den Feinstaub nicht ändern lässt, ist auch WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk überzeugt: „Wir können Emissionen senken, aber keine Berge versetzen.“ Aufgrund der schwierigen Topographie gebe es buchstäblich kaum noch Luft nach oben. „Denn trotz der schwierigen Ausgangssituation ist es gelungen, Emissionen markant zu reduzieren. Die Maßnahmen von Stadt, Land und Wirtschaft greifen merkbar.“ Bei den topographischen und meteorologischen Rahmenbedingungen stoße man aber an die Grenzen.
Umso kritischer sieht der WKO-Präsident auch die Pläne der Europäischen Union, die Feinstaub-Grenzwerte weiter zu verschärfen. „Wie die Studie belegt, ist eine derartige Reduktion schon aufgrund der natürlichen Voraussetzungen in Graz nicht möglich.So vielfältig die gesetzten Maßnahmen im Kampf gegen Feinstaub auch sind, die Grazer Beckenlage und Inversionswetterlagen lassen sich nicht abändern.“

Wirtschaft und Umwelt kein Widerspruch

Umso mehr plädiert Herk für eine möglichst flexible Betrachtung der Überschreitungsberechnung, um nicht den „prosperierenden Wirtschaftsraum einzubremsen“. Dass Wirtschaftswachstum und Umweltschutz kein Widerspruch sein müssen, bestätigt auch Stephan Schwarzer, Leiter für Umwelt- und Energiepolitik in der WKÖ: „Denn trotz deutlich gestiegener Wirtschaftsleistung und Bevölkerungszahl konnte Graz seine Luftqualität verbessern.“ Konkret ist das Bruttoregionalprodukt von 2005 bis 2017 um 39 Prozent gestiegen, der Bevölkerungszuwachs betrug in der Zeit satte 18 Prozent, die Nächtigungszahlen wuchsen um 58 Prozent.


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