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Falschparker im App- Visier

Fremde Autos am Privatparkplatz „nerven“. Drei Grazer Unternehmer haben deshalb eine App entwickelt, die Parksündern per Klick den Garaus macht.

Via App geht das Foto vom „corpus delicti“  direkt an den Anwalt.
© Dagmar Leis Via App geht das Foto vom „corpus delicti“ direkt an den Anwalt.
Wenn der Privat- oder Firmenparkplatz von fremden Autos benutzt wird, ist das nicht nur lästig, sondern stellt auch eine Besitzstörung dar. Aber was tun?
„Die Polizei ist dafür nicht zuständig. Es braucht eine Unterlassungserklärung – dafür muss der Lenker erhoben werden, und für das Schriftstück braucht es einen Rechtsexperten. Und einfach abschleppen lassen funktioniert auch nicht. Denn hier muss man dann wieder über den eigenen Rechtsanwalt diese Kosten vom Parksünder hereinholen lassen“, erklärt der Unternehmer Alfred Glinik das Prozedere. Einen fremden Platz zu besetzen sei aber kein Kavaliersdelikt, mahnt er. Sich dagegen zu wehren, sei aber mühsam und „weil man vielleicht gar keinen eigenen Anwalt hat, nehmen es die wenigsten in Angriff, den Parksündern eine Riegel vorzuschieben“.

Via App zum Anwalt


Glinik weiß aus eigener Erfahrung, wie lästig es ist, wenn widerrechtlich abgestellte Pkw den selbst teuer bezahlten Platz zuparken. Mit seinem Ärger darüber war er nicht alleine. Gemeinsam mit zwei befreundeten Grazer Unternehmern – Philipp Mohsenzada-Slaje, Geschäftsführer des Coworkingbüros „Spacelend“, und Webprogrammierer Michael Kolesnik – hat er deshalb eine kostenlose App auf den Mark gebracht, die mit nur wenigen Klicks Parksünder in die Schranken weist. „Wenn der als solcher ersichtliche Firmen- oder Privatparkplatz von einem nicht Berechtigten benutzt wird, reichen ein paar eindeutige Handyfotos, die direkt über die ‚MeinBesitz.at‘-App hochgeladen werden“, erklärt Glinik. Diese Fotos kommen automatisch im Anwaltsnetzwerk an. Hier wird entschieden, ob es sich wirklich um ein Vergehen handelt. Und wenn ja, werde der Lenker ausgeforscht und die Aufforderung zur künftigen Unterlassung sowie jene zur Kostenübernahme der angefallenen Arbeitsleistungen an diesen übermittelt. Wichtig: Dem Melder selbst entstehen dabei keine Kosten und auch kein weiterer Aufwand.

Warum sich die drei Chefs seit gut einem Jahr im „Nebenberuf“ auch als App-Produzenten präsentieren? „Viele verzichten darauf, ihr Recht auf ihren Besitz deutlich zu machen, weil sie hierfür großen Aufwand sowie Kosten befürchten. Das nutzen notorische Falschparker schamlos aus.“

Quergefragt

Wann wird’s teuer?
Der Prozess bis zur Übermittlung der Unterlassungsaufforderung ist für den Melder kostenlos. Bleibt diese ergebnislos, kann der Melder über einen eigenen Rechtsbeistand eine Besitzstörungsklage erwägen.
Wie oft passiert das?
Äußerst selten. Meist reicht das Anwaltsschreiben aus und der Parksünder tut’s nicht wieder.
Was ist die App?
Die App ist nur ein Mittler zwischen Melder und Anwalt.

Philipp Mohsenzada-Slaje, Michael Kolesnik und Alfred Glinik (v. l.)
© Dagmar Leis Philipp Mohsenzada-Slaje, Michael Kolesnik und Alfred Glinik (v. l.)


„Viele verzichten darauf, ihr Recht auf ihren Besitz deutlich zu machen, weil sie hierfür einen Anwalt brauchen und großen Aufwand sowie Kosten befürchten. Das nutzen notorische Falschparker schamlos aus. Deshalb haben wir die App entwickelt.“

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