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Falsche Entsorgung ist brandgefährlich

Fehlwürfe von Lithium-Ionen-Batterien in Restmülltonnen verursachen massive Schäden in Millionenhöhe.

Lithium-Ionen-Batterien im Restmüll sind für rund 70 Brandereignisse jährlich verantwortlich – der Schaden beträgt dabei rund 30 Millionen Euro.
© Peter K. Ziminski Lithium-Ionen-Batterien im Restmüll sind für rund 70 Brandereignisse jährlich verantwortlich – der Schaden beträgt dabei rund 30 Millionen Euro.

Nur 32 Prozent aller sich im Restmüll befindlichen Produkte gehören auch tatsächlich dort hinein. Aus der neuesten Restmüllanalyse geht nämlich hervor, dass die Trennmoral der Steirer zu wünschen übrig lässt – vor allem im urbanen Raum. „Mülltrennung beginnt bereits bei den Kleinsten. Es muss eine bessere Aufklärungsarbeit geleistet werden, die bereits im Kindergarten stattfinden muss“, fordert Landesrat Johann  Seitinger. Von Bioabfällen über Altpapier bis hin zu Akkus, Batterien und Handys landen täglich Unmengen an Fehlwürfen in unseren Restmülltonnen.

Damit werden aber nicht nur wertvolle Ressourcen verschwendet und die Umwelt belastet – die falsche Entsorgung birgt auch große Gefahren: Nicht fachgerecht entsorgte Lithium-Ionen-Batterien entfalten eine enorme Explosions- und Brandgefahr. Andreas Säumel, Obmannstellvertreter der Fachgruppe Entsorgungs- und Ressourcenmanagement der WKO Steiermark, bestätigt: „In den vergangenen fünf Jahren haben allein in der Steiermark Brände, die durch achtlos in den Restmüll geworfene und falsch gelagerte Akkus entstanden sind, rund 30 Millionen Euro Schaden bei Abfallunternehmen angerichtet.

Die vermehrten Brandereignisse machen es für Mitgliedsbetriebe immer schwerer, Versicherungen zu finden.“ Um die richtige Mülltrennung zu unterstützen und auf die Gefahr von Lithium-Ionen-Batterien aufmerksam zu machen, setzt man seitens der steirischen Abfallwirtschaft nun auf verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Damit die dringend benötigte Bewusstseinsbildung auch „haften“ bleibt, werden die Deckel der steirischen Restmüllbehälter künftig mit Aufklebern versehen, die vor einer falschen Entsorgung von Lithium-Ionen-Batterien warnen sollen. In einem zweiten Schritt wird diese wichtige Informationsarbeit auf regionale Medien und soziale Netzwerke ausgedehnt. Auch unsere Jüngsten sollen in Rahmen von Schulprojekten aufgeklärt und zum richtigen Mülltrennen motiviert werden

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