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Gesetz öffnet Fahrschulen jetzt ein zweites Standbein

Am 1. Juni kommt Bewegung in die Fahrschulen. Inhaber dürfen künftig zwei Standorte betreiben. Wer davon profitiert?

Großes Fachwissen und hohe Verantwortung definieren die Ausbildung des Autofahrernachwuchses.
© Alexander Raths stock.adobe.com Großes Fachwissen und hohe Verantwortung definieren die Ausbildung des Autofahrernachwuchses.

52 Fahrschulen in der Steiermark sorgen dafür, dass jährlich rund 10.000 Schüler für den Straßenverkehr im Pkw fachlich hochkarätig und praxisnah „glatt“-geschliffen werden. Zu dieser Zahl gesellen sich noch die „Fahr-Lehrlinge“ am Führerstand der Lkw und auf den Motorrädern. Aufgrund der spürbaren Geburtenrückgänge der letzten Jahre ist der Fahrschulboom längst abgeflacht, zudem sind die Kriterien für eine Fahrschulbewilligung ausgesprochen engmaschig und fachlich höchst selektiv.

Künftig zwei Standorte

Jetzt hat die EU die sogenannte „Freie Dienstleistungsrichtlinie“ adaptiert und damit den Anstoß gegeben, das rot-weiß-rote Kraftfahrgesetz dahingehend zu ändern, Fahrschulinhabern einen zweiten Standort zu gewähren. Marcus Martschitsch, Vorsitzender der steirischen Fahrschulen, mit einer wichtigen Einschränkung: „Wichtig ist eine Entfernung von maximal 50 km zwischen beiden Unternehmen.“ 

Die Vorteile

Martschitsch, der die neue Regelung unterstützt und einen guten Kompromiss nennt, ortet vor allem zwei Vorteile: „Erstens werden mit der Neuregelung die Außenkurse ab 1. Juni der Vergangenheit angehören. Das bedeutet auch, dass die Qualität der Ausbildung an neuen Fahrschulstandorten qualitativ (zusätzlich) verbessert wird. Zweitens haben immer mehr Fahrschulunternehmer ohne Nachfolger mit technischer Ausbildung um die Weiterführung ihres Betriebes gekämpft. Diese konnten nicht so einfach verkauft, übergeben oder gar vererbt werden.“
Trotz dieser Änderung rechnet Martschitsch nicht mit einem Run auf neue Standorte. Wichtig ist für Martschitsch und seine Branchenkollegen, ständig am Ausbildungsniveau zu schrauben, „weil wir unglaublich hohe Verantwortung haben, wenn wir junge Leute fit für den Verkehr machen. Und dafür garantieren Mehrphasenausbildung, Fahrsicherheitstrainings, Feedbackfahrten und vieles mehr.“

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