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"Fachkräftemangel zwingt uns zur Digitalisierung"

Haas Fertigbau, einer der Big Player im Fertighausbau, steht unter neuer Führung: die neuen Geschäftsführer Stefan Theissl und Robert Frischer im Doppelinterview.

Theissl, Frischer
© Haas Stefan Theissl und Robert Frischer (v.l.)

Sie sind neu an der Spitze von Haas Fertigbau. Welche Schwerpunkte wollen Sie im Betrieb setzen?

Theissl: Wir möchten den guten Weg unseres Vorgängers fortsetzen. Gleichzeitig müssen wir an einigen Schrauben drehen, um am Puls der Zeit zu bleiben.
Frischer: Die Digitalisierung von Prozessen und auf Beratungsebene wird ein Schwerpunkt werden, etwa die Visualierung von Häusern auf 3D-Ebene. Auch das Smart Home ist ein wichtiges Zukunftsthema.

Welche weiteren Trends zeichnen sich im Fertigteilhausbau ab?
Theissl: Der Trend geht immer stärker Richtung schlüsselfertig, die erste Ausbaustufe wird immer weniger nachgefragt. Je näher am Stadtgebiet, desto kleiner die Nutzflächen. Und wir verzeichnen eine steigende Nachfrage nach Doppelhäusern.
Frischer: Bei den Heizungen sind Erdwärmeheizungen und Luftwärmepumpen sehr gefragt.

Vor welche Herausforderungen stellt Sie der Markt?
Frischer: Die Konkurrenz aus dem Bereich Massivbau mit Ziegel und Beton hat in den letzten Jahren zugenommen. Das Marktumfeld ist schwieriger geworden.
Theissl: Gleichzeitig setzen aber immer mehr Wohnbaugenossenschaften auf Bauen mit Holz – ein Thema, das ja im Sinne der Nachhaltigkeit und Ökologie sehr positiv besetzt ist.

Welchen Stellenwert haben ökologische Aspekte in Ihrem Betrieb?
Theissl: Wir merken, dass das Thema Umweltschutz – auch beim Hausbau – bei den Kunden immer wichtiger wird. Hier können wir punkten, weil es untrennbar mit dem Holzbau verbunden ist. Wir arbeiten generell immer mehr mit Naturbaustoffen.
Frischer: Nachhaltige und hochqualitative Baustoffe schlagen sich auch in der Preisgestaltung nieder. Das ist ein schwieriger Spagat, weil wir im Fertighausbau im Massenmarkt fischen.

Apropos Preisdruck: Der Standort liegt nah an der ungarischen Grenze. Wie groß ist die Konkurrenz aus dem Ausland?
Frischer: Wir versuchen mit guter Qualität zu punkten und uns so von den Mitbewerbern abzuheben. Dazu brauchen wir vor allem gut qualifizierte Mitarbeiter.

Wie stark ist Ihr Betrieb vom Fachkräftemangel betroffen?
Theissl: Wir beschäftigen aktuell rund 300 Mitarbeiter, doch der Wettbewerb um Arbeitskräfte wird schärfer.
Frischer: Der Fachkräftemangel zwingt uns förmlich, manuell getriebene Prozesse in digitale umzuwandeln. Die Fachkräfte von morgen bilden wir aber selbst im Betrieb aus, aktuell haben wir 26 Lehrlinge.

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