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Die EU als Türöffner in die weite Welt

Die EU-Wahl steht vor der Tür. Was hat uns die Union seit dem Beitritt 1995 gebracht? Wir haben die Fakten analysiert.

Gesicht in EU-Blau vor Grazansicht von oben
© ramonespelt-fotolia,Evgeni-stockadobe.com Der EU-Beitritt und die Ost-Erweiterung haben Österreich in die Mitte Europas gerückt.

Wir können uns in Frankreich zum Studieren niederlassen, in Deutschland arbeiten, mit Euros in der Geldbörse nach Slowenien zum Einkaufen fahren und im Spanienurlaub problemlos zum Arzt gehen – eine Vielzahl an „kleinen“ Selbstverständlichkeiten, an die man sich als Österreicher gewöhnt hat. Genauso selbstverständlich gehen wir mit den wirtschaftlichen Folgen des EU-Beitritts um: Dass Österreich und insbesondere die Steiermark in den 1980er-Jahren noch am Rande des Eisernen Vorhangs lagen – mit all den damit verbundenen Einschränkungen –, scheint heute angesichts der wirtschaftlichen Erfolge der Alpenrepublik längst vergessen. 

„Es sind die EU-Integration und die Dynamik der Ostöffnung, die Österreich in die Mitte Europas gerückt haben“, weiß Jörn Kleinert vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Graz. „Auch die Integration nach West- und Zentraleuropa hin war für Österreichs Entwicklung ganz wesentlich“, führt Kleinert weiter aus. „Denn im Zeitalter der Globalisierung braucht man Zugang zu den globalen Wertschöpfungsketten. Österreich hat diesen hervorragend genutzt, was ohne eine EU-Mitgliedschaft nicht möglich gewesen wäre.“

Wirtschaftswachstum und zusätzliche Arbeitsplätze

Auch ein Blick auf die Statistik offenbart die positiven Effekte der EU: „Der gesamte Integrationsprozess, der 1989 mit der Ostöffnung startete, bewirkte in Österreich einen zusätzlichen Anstieg des realen BIP um 0,9 Prozentpunkte pro Jahr“, weiß Ewald Verhounig vom Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung der WKO Steiermark. „Dem EU-Beitritt zuzuschreiben sind ein kumuliertes zusätzliches Wirtschaftswachstum von 32 Milliarden Euro und die Schaffung von rund 13.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen pro Jahr von 1995 bis 2015.“ Der aufgrund der Größe des Landes begrenzte Heimmarkt konnte sukzessive erweitert werden und so haben sich die Güterexporte in Österreich seit dem Jahr 1995 von 42,2 Milliarden Euro auf zuletzt 150 Milliarden Euro erhöht. Bereits ab Mitte der 2000er-Jahre wurde mehr exportiert als importiert: Die Exportquote ist von 33,6 Prozent im Jahr 1995 auf 54,5 Prozent im Jahr 2018 rasant angestiegen und Österreich wurde vom Technologieimporteur zum Technologieexporteur. Die Steiermark profitierte auch fiskalisch besonders von der EU: Das Bundesland zahlte von 1995 bis 2014 etwa 1,5 Milliarden Euro nach Brüssel ein und erhielt mit rund 2,8 Milliarden Euro fast doppelt so viel Geld an Förderungen zurück. Wo Österreich heute ohne die EU stünde? „Sicherlich wäre es ein anderes, ärmeres Österreich: weniger Einkommen, weniger Vielfalt und mit Sicherheit ärmer an Möglichkeiten“, fasst Kleinert zusammen.

Von Petra Mravlak



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