th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Erste positive Signale für die Exportwirtschaft

Das Corona-Virus hat die Exportwirtschaft massiv ins Trudeln gebracht. Aktuelle Prognosen geben vorsichtige Entwarnung. Wie geht es weiter?

mit Transportcontainern beladenes Schiff
© adobestock, kalyakan Die Möglichkeiten für den internationalen Gütertransport sind noch immer eingeschränkt.

In den vergangenen Jahren folgte ein Exportrekord dem nächsten. Doch dann kam der große Einbruch durch Corona. Am stärksten gingen die Ausfuhren aus Österreich im Mai – mit minus 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat – zurück. Betrachtet man den Zeitraum von Jänner bis Mai, so beträgt das Exportminus 12,9 Prozent, so die Statistik Austria. Mit Blick auf den Herbst zeigen sich Experten nun aber wieder vorsichtig optimistisch: „Verschiedenste Prognosen deuten auf eine durchaus positive Entwicklung hin“, berichtet Robert Brugger, Geschäftsführer des ICS (Internationalisierungscenter Steiermark). So hat die Österreichische Nationalbank ihren Ausblick von einem Minus von 7,2 auf nur mehr minus sechs  Prozent revidiert. Auf eine positive Entwicklung deute auch der Einkaufsmanager-Index der Bank Austria hin, der Schlussfolgerungen auf die Entwicklung der Industrieproduktion zulasse, so Brugger. 

Blick zu den Nachbarn

Optimistisch stimmt aber auch ein Blick über die Grenzen nach Deutschland, das mit Abstand der wichtigste Handelspartner der Steiermark ist. „Dort verzeichnet man aktuell ein Rekordplus bei den Auftragseingängen“, weiß Brugger. „Und im Juni haben bei unseren Nachbarn die Exporte schon wieder um 14,9 Prozent gegenüber dem Vormonat zugelegt.“ Der Schub kommt dabei vor allem aus dem Automotive-Sektor, der zunächst besonders stark von der Krise betroffen war. Und er kommt auch von Deutschlands starker Verknüpfung mit China. „So haben die Exporte aus unserem Nachbarland nach China aktuell bereits wieder 90 Prozent des Vorjahresniveaus erreicht“, berichtet Brugger. 

So, wie sich das Corona-Virus und der resultierende Lockdown von Osten nach Westen über den Globus ausgebreitet hätten, so gehe nun auch wieder der wirtschaftliche Aufwärtstrend vom Osten aus. Durch die Vorreiterrolle Deutschlands könne man sich einen Schub für die Steiermark erwarten. Allerdings seien die Vorhersagen mit Vorsicht zu betrachten, eine mögliche zweite Virus-Welle könne die positive Entwicklung wieder zunichtemachen.

"So, wie der Wirtschaftseinbruch im Osten begonnen hat, so kommt nun auchdie Erholung von dort.“
Robert Brugger, ICS

Für die steirischen Exporteure bedeutet der positive Trend, dass sie sich bald wieder ihre Marktanteile zurückholen können. „Das ist eine Chance für die Schnellen und die Mutigen, sie werden das Rennen machen“, ist Brugger überzeugt.

Die Problemfelder

Doch es gibt nach wie vor Störfaktoren: So fehlen in manchen Branchen noch immer die Aufträge und auch die Möglichkeiten für eine Akquise. Probleme bereiten Reisebeschränkungen sowie die eingeschränkten Transportmöglichkeiten. „Es sind zwar schon wieder mehr Schiffe nach Asien unterwegs, aber bei ihrer Anzahl und Verlässlichkeit ist man vom Vorkrisenniveau noch weit entfernt“, so Brugger. Blank Sailing – die künstliche Verknappung von Transportkapazitäten  – werde nach wie vor praktiziert. Außerdem fehle es auch in der Luft an Frachtkapazitäten, da üblicherweise 80 Prozent aller Luftfrachttransporte mittels Passagierflügen abgewickelt werden und diese nach wie vor massiv eingeschränkt sind. Nicht zuletzt sei auch die Finanzierung – insbesondere für mittelständische Unternehmen – oft schwierig.

Trist sei die Lage derzeit noch für Zulieferer der Luftfahrtindustrie. Positiv sei die Entwicklung in allen Bereichen, die mit Digitalisierung zu tun haben, sowie im Mikroelektronik-, Medizintechnik- und Pharmabereich.

Das könnte Sie auch interessieren

Brandenburger Tor

Deutschland: Der Weg zurück zum Wachstum

Jüngste Prognosen in unserem Nachbarland Deutschland zeigen, dass sich die Wirtschaft dort besser entwickelt als erwartet. Wir haben im Außenwirtschafts-Center Berlin  nachgefragt. mehr

Asiatin mit Mundschutz, Coronavirus

China trotzt dem Virus

Vor knapp einem Jahr nahm die Corona-Pandemie in China ihren Ausgang. Wir haben den Wirtschaftsdelegierten Michael Berger nach der Lage vor Ort gefragt. mehr