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Erste Hilfe via Smartphone

Der Grazer Arzt Michael Koppitz präsentiert den weltweit ersten sprachgesteuerten Erste-Hilfe-Assistenten fürs Handy.

Assistent auf Chatbot-Basis unterstützt Helfer durch Sprachsteuerung. Die App kostet wenige Euro ist für Android bzw. Apple-Geräte erhältlich.
© vchalup – stock.adobe.com Assistent auf Chatbot-Basis unterstützt Helfer durch Sprachsteuerung. Die App kostet wenige Euro ist für Android bzw. Apple-Geräte erhältlich.

Stellen Sie sich vor, die Person neben Ihnen bricht plötzlich zusammen. Was tun? Welche Notfallmaßnahmen sind bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu setzen? Die richtigen Antworten darauf liefert ab sofort das Smartphone – mit dem weltweit ersten Erste-Hilfe-Assistenten auf Chatbot-Basis, entwickelt vom Grazer Techniker und Mediziner Michael Koppitz: „Es reicht der Fingertipp auf ,Erste Hilfe, dein sprechender Assistent‘. Sofort wird man allein durch Sprach­erkennung Schritt für Schritt durch die Rettungsmaßnahmen geführt.“
Dieses hochentwickelte verbale Erkennungssystem sei das Um und Auf, so Koppitz, „denn zum Helfen braucht man beide Hände“. Man erklärt AMI also einfach, was passiert ist, etwa „Mein Kollege liegt auf dem Boden“ oder „Gabriele hat einen Stein verschluckt“, und sofort fragt das Handy: „Ist die Person bei Bewusstsein?“ oder „Atmet die Person?“. Je nach Antwort werden die nächsten Anweisungen gegeben, bei Notfällen, die komplexeres Handeln erfordern, unterstützen den Ersthelfer Videos – etwa zur Wiederbelebung. Klingt clever, und ist es auch: „Das Besondere an dieser App ist die künstliche Intelligenz dahinter. Sie kann mehr, als nur auf Schlüsselwörter zu antworten, sie reagiert aktiv.“ Gemeinsam mit einem Kollegen in den USA hat Koppitz diesen einzigartigen medizinischen Notfallalgorithmus programmiert, der den europäischen Richtlinen entspricht und von Notfallmedizinern wie auch Laien umfangreich getestet wurde.
Gedacht sei die App aber nicht nur für private Nutzer, betont Koppitz: „Auf die Firmenhandys gespielt, sorgt sie für mehr Sicherheit in Unternehmen.“

Zitat Michael Koppitz:

„Die Nofall-App ersetzt keinesfalls medizinische Leistungen. Sie ist rein zur Unterstützung der Ersthelfer gedacht – in den oft so entscheidenden ersten Minuten, bevor die Rettungskräfte ankommen.“


Quergefragt:

Was ist Ihre Motivation?
Ich bin Mediziner – ich helfe hauptberuflich Menschen. Die App habe ich entwickelt, um allen anderen, die das eben nicht täglich tun, beim Helfen zu unterstützen.
Gibt es Zusatz-Tools?
Ja, es gibt auch ein Spezialprogramm für Kindernotfälle.
Wenn kein Netz da ist?
Es gibt natürlich auch einen Offline-Modus.

Alle Infos auf  www.amiflow.at

Von Veronika Pranger

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