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Erste-Hilfe-Paket für die Wirtschaft

Soforthilfen, Überbrückungsgarantien und SVS-Beitragsstundung: In enger Abstimmung zwischen WKÖ und Regierung wird der Wirtschaft unter die Arme gegriffen.

Die österreichische Bundesregierung bei der Verkündung der Maßnahmen gegen den Corona-Virus.
© BKA/Marek Knopp Die österreichische Bundesregierung bei der Verkündung der Maßnahmen gegen den Corona-Virus.

Weltweit spürt die Wirtschaft die Auswirkungen des Coronavirus, ganz besonders ist aber der Tourismus betroffen: Stornos häufen sich, Buchungen und Gäste bleiben aus. Auch im österreichischen Tourismus sind die Folgen massiv spürbar. Daher stellt die Bundesregierung einen Haftungsrahmen von bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung, um von Umsatzeinbußen betroffenen Betrieben die Liquidät zu sichern, so Ministerin Elisabeth Köstinger in einem Pressegespräch mit WKÖ-Präsident Harald Mahrer. 

Konkret wird die Haftung von der Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) übernommen. Der Bund finanziert eine einmalige Haftungsgebühr von einem Prozent der Kreditsumme und dann eine jährliche Gebühr von 0,8 Prozent. Die Laufzeit der Kredite wird voraussichtlich zumindest drei Jahre betragen.

Sicherheit und Stabilität gewährleisten

„Wir wollen den Betrieben so rasch wie möglich Sicherheit und Stabilität in einer Situation der Verunsicherung geben – das ist eine unserer zentralen Aufgaben als Interessensvertretung der Wirtschaft“, sagte Mahrer. 

Auch für Betriebe, die nicht im Tourismus angesiedelt sind, hat die Bundesregierung Sofortmaßnahmen zur Unterstützung zugesagt. Konkret sind Überbrückungshaftungen vorgesehen, die ab sofort bei der Austria Wirtschafts Service GmbH beantragt werden können.  

Eine Regelung konnte auch für den Frächterverkehr von und nach Italien erzielt werden: Ein aktueller Erlass stellt klar, dass – anders als Private, die ein Gesundheitsattest vorweisen müssen, das nicht älter als vier Tage sein darf – Lenker des Gütertransports kein ärztliches Attest mitführen müssen. Stichprobenartig können jedoch an der Grenze Kontrollen bzw. ärztliche Begutachtungen durchgeführt werden, wenn gesundheitliche Auffälligkeiten vorliegen. Damit können unterm Strich sämtliche Transporte abgewickelt werden, der freie Warenverkehr zwischen Italien und Österreich bleibt damit aufrecht. 

Kurzarbeit und Co.

Auch auf Landesebene wird intensiv getagt, um Lösungen zu finden, wie man die wirtschaftlichen Folgen des Virus abfedern kann – etwa durch Kurzarbeit. Das Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) der WKO Steiermark plädiert für eine bundesweite Aufstockung der Mittel auf zumindest 100 bis 150 Millionen Euro. Die IWS-Experten schätzen allein den derzeitigen Bedarf in der Steiermark auf über zehn Millionen Euro ein, während sich das bundesweite Budget für das Gesamtjahr auf nur 20 Millionen Euro beläuft – und bereits zur Gänze verbraucht ist. Erste Schritte, die aber nur ein Anfang sein können, betont WKO Steiermark Präsident Josef Herk: "Es wird angesichts der enormen Dimension ein eigenes Corona-Hilfspaket brauchen, sowie die Stundung von Steuern und Abgaben."

Von Kurzarbeit oder anderen arbeits- und sozialrechtlichen Fragen rund um das Virus über Hygienemaßnahmen bis zum Umgang mit Verdachtsfällen: Die WKÖ hat mit dem Coronavirus-Infopoint eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen geschaffen. Neben neuesten Infos gibt es am Infopoint auch Länderberichte, die einen Überblick über die derzeitige Lage und die wirtschaftlichen Auswirkungen geben.


Unterstützung

Für Tourismusbetriebe: Überbrückungshaftungen können bei der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank beantragt werden. Ansprechpersonen: Alexander Jurin-Pollak, Tel. 01/51530-71, Sonja Rauch-Beran, Tel. 01/51530-44. Formulare und Ansuchen unter www.oeht.at – Anfragen an hotline@oeht.at.

Überbrückungsfinanzierungen für EPU und KMU: Überbrückungshaftungen können beim Austria Wirtschafts Service beantragt werden: www.aws.at/aws-garantie/ueberbrueckungsgarantie

Mehr Infos rund um die Folgen der Corona-Krise gibt es online unter wko.at/coronavirus

Telefonisch ist der Infopoint unter 05-90900-4352 erreichbar, und zwar Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr.

Die Experten der WKO Steiermark stehen telefonisch unter 0316/601-601 zur Verfügung. 

Maßnahmen im Bereich der Arbeitskräfte

konzentrieren sich derzeit auf die Erleichterung von Kurzarbeit und auf die Überbrückung bei Kündigungen mit Wiedereinstellungszusagen.

  • Wiedereinstellzusagen werden bei einvernehmlicher Auflösung bis zu einer max. möglichen Dauer von 3 Monaten akzeptiert.
  • Bildungskarenz ist als Maßnahme möglich (Einreichung des Bildungskarenzansuchens bei den regionalen Geschäftsstellen des AMS) – allerdings nur solange Weiterbildungseinrichtungen offen haben

Aktuelle Informationen dazu erhalten Sie unter www.ams.at

SVS unterstützt Unternehmer mit Ratenzahlung und Stundung der Beiträge:

Für vom Corona-Virus direkt oder indirekt Betroffene haben die Möglichkeit auf Antrag  Beiträge stunden zu lassen oder in Raten zu bezahlen und die Beitragsgrundlage herabzusetzen. Zudem ist auch eine gänzliche oder teilweise Nachsicht der Verzugszinsen möglich. 

Alle weiteren Informationen und Formular-Download hier 


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