th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

"Energiewende gelingt auch mit flüssigen Energieträgern"

Der Energiehandel kritisiert den Antrag zum Ölkesseleinbauverbotsgesetz – zuerst müssten Alternativen erarbeitet werden.

Ölheizung
© Gina Sanders-Stock.adobe.com Zwei Millionen Österreicher heizen mit Öl. Eine Umstellung würde den Konsumenten 15 Milliarden Euro kosten.

Zwei Millionen Österreicher heizen mit Öl. Eine komplette Umstellung auf andere Energieträger würde die Konsumenten 15 Milliarden Euro kosten. „Wobei damit noch lange nicht sichergestellt ist, dass diese neuen Energieträger auch wirklich CO2-neutral sind und dass es sie auch in ausreichender Menge gibt“, gibt Jürgen Roth, Obmann des Energiehandels, zu bedenken. Er spricht damit jenen Antrag zur Erlassung eines Ölkesseleinbauverbotsgesetzes an, der kürzlich in den Nationalrat eingebracht wurde und der das Aus für Zentralheizungsanlagen für flüssige fossile oder für feste fossile Brennstoffe in neu errichteten Gebäuden vorsieht.
Damit sei keinem gedient – auch nicht der Umwelt, mahnt Roth: „Verbote sind kein probates Mittel – zuerst müssen Alternativen erarbeitet werden. Und zwar solche, die den Herausforderungen des Klimaschutzes wirklich entsprechen können und die auch den Konsumenten bezahlbare Möglichkeiten für den Einstieg in die Energiewende bereitstellen.“

Flüssig heizen geht auch „alternativ“

Ein Blick auf die Zahlen mache deutlich, dass ein Verbot von Heizkesseln nicht die Lösung der Probleme sei, so Roth: „Warum gerade die Ölheizungen als Klimakiller dargestellt werden, kann ich nicht verstehen. Nur vier Prozent aller CO2-Emissionen in Österreich machen Ölheizungen aus.“ Sukzessive wurden die ganz alten Systeme in den letzten Jahren durch moderne ersetzt, in Neubauten kommen sie aufgrund der energieeffizienten Bauweise auch nur mehr selten zum Einsatz.

„Und würde man Ölheizungen jeweils zu einem Drittel durch Pellets, Fernwärme und Erdgas ersetzen“, so Roth, „dann müssten 21 Prozent mehr Erdgas, 158 Prozent mehr Pellets und 25 Prozent mehr Fernwärme aufgebracht werden, gleichzeitig würden die Feinstaub­emissionen um 1.651 Prozent steigen und die NOX-Emissionen um 164 Prozent.“ Und auch Fernwärme und Strom emittierten CO2, ein Verbot von Ölheizungen führe also nur zu neuen Problemen an anderen Orten.

Die einzige Lösung im Klimaschutz liege demanach in der drastischen Senkung des Energiebedarfs auf allen Ebenen einerseits sowie in der Effizienzsteigerung andererseits. Hier habe die Branche bewiesen, dass man sich zu den Pariser Klimazielen und dem damit beschlossenen mittelfristigen Ausstieg aus dem fossilen Energieträger Heizöl bekenne, betont Roth. Man beharre also nicht auf dem „Heizöl an sich“, sondern darauf, dass gut funktionierende Brennwertsysteme von den Konsumenten weiter genutzt werden dürften.

Denn flüssig heizen könne man in naher Zukunft auch „in Grün“. So sei bereits ein alternativer flüssiger Brennstoff in Testanlagen österreichweit im Einsatz, der hohe Investitionskosten spare, da dieser ganz einfach in bestehende Brennwertkessel eingesetzt werden könne, so Roth. „Die Energiewende gelingt auch mit flüssigen Energieträgern.“

Das könnte Sie auch interessieren

Polaschek und Fenyves (v.l.)

Stolze Uni-Lehrgangsbilanz

762 Absolventen, 15 Lehrgänge: Zum 30. Geburtstag des Universitätslehrgangs für Versicherungswirtschaft wurde eine – höchst positive – Bilanz gezogen mehr

Der Grazer Christoph Fürntratt (geb. 1974) ist seit 19 Jahren Unternehmer und steht seit 1. November an der Spitze der steirischen Handelsagenten.

"Im Bereich Digital müssen wir rennen"

Christoph Fürntratt ist der neue Obmann der steirischen Handelsagenten. Welche Schritte er „digital“ setzen will und warum Handelsagenten zu „Influencern“ werden müssen, verrät er im großen Antrittsinterview. mehr