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Energie-Speicher in der Tiefe

Wasser als Lösung: TU-Forscher Franz Georg Pikl präsentiert mit einem kombinierten Energiespeicher eine Schlüsseltechnologie für die grüne Zukunft.

Franz Georg Pikl sorgt mit dem Heißwasser-Pumpspeicherkraftwerk für Aufsehen in Forscherkreisen.
© TU Graz Staudacher Franz Georg Pikl sorgt mit dem "Heißwasser-Pumpspeicherkraftwerk" für Aufsehen in Forscherkreisen.

Oft ist es so, dass die Lösung eines Problems ja längst da ist – man muss nur die vorhandenen Technologien neu kombinieren. Ähnlich geschehen am Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der TU Graz. Hier forscht Franz Georg Pikl und setzt mit der Präsentation eines Systems, das Wasser als elektrisches wie auch thermisches Speichermedium gleichzeitig nutzt, richtungsweisende Zeichen für eine nachhaltige Zukunft.

„Heißwasser-Pumpspeicherkraftwerk“ nennt sich diese weltweit neuartige Synergie. „Durch die Kombination zweier bereits für sich höchst effizienter und langlebiger Systeme mit sehr hohen Wirkungsgraden steigert sich bei gleichem Ressourceneinsatz der Energieoutput enorm“, so Pikl. Und das alles emissionslos und ohne in die Umwelt bzw. den natürlichen Wasserhaushalt einzugreifen. Gleichzeitig kann Pikls Innovation auch das Pro­blem der bis dato noch fehlenden großtechnischen und kostengünstigen Speichermöglichkeiten für erneuerbare Energien in einem Zug mitlösen.

Auch ist sie da­rauf ausgelegt, viel näher an die Verbraucher zu gelangen, als es bisher mit Pumpspeicherkraftwerken aufgrund der dazu nötigen Topografie möglich war. Kein Wunder, dass die internationalen Forscher-Augen gebannt in Richtung Graz blicken.

„Der Clou ist, mit dem gesamten System in die Tiefe zu gehen“, erzählt der Techniker. Soll heißen: Das Funktionsprinzip mit zwei unterschiedlich tief gelegenen  Wasserbecken wird als geschlossener Kreislauf in den Untergrund verlegt. „Das erleichtert neben der Standortfindung auch die Netzanbindung“, so Pikl. „Die unterirdische Errichtung mit geschlossenem Wasserkreislauf bringt weitere Vorteile mit sich“, erklärt der Forscher. So kann erstmals auch die Reibungsenergie, die beim Kraftwerksbetrieb entsteht, verlustfrei als Wärme genutzt werden. „Das sind stolze 15 Prozent der bezogenen elektrischen Energie. Alleine damit kann man tausende Haushalte mit Wärme versorgen.“ 

Stichwort Wärme: Mit dem Produktionsüberschuss von verschiedenen erneuerbaren Energieaufbringern wird der Wasserkörper des Pumpspeichers für die saisonale Wärmespeicherung auf 90 Grad erhitzt. „In Zeiten erhöhten Wärmebedarfs kann diese über Fernwärmeleitungen direkt an die Kunden gebracht werden“, so Pikl.

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