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Einkommensteuer auf dem Prüfstand

Jetzt flattert Unternehmern die Vorschreibung für das dritte Quartal ins Haus. Wichtig ist, zu überprüfen, ob nicht zu viel ESt ans Finanzamt berappt wird

Jetzt sollte gerechnet werden, um Vorauszahlungen herabzusetzen.
© simoneminth-stock.adobe.com Jetzt sollte gerechnet werden, um Vorauszahlungen herabzusetzen.

Jeder Steuerpflichtige hat für die Einkommen- bzw. Körperschaftssteuer eines Jahres Vorauszahlungen zu leisten. Diese sind vierteljährlich jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November zu zahlen. 

Die Höhe der Vorauszahlungen wird vom Finanzamt mit Bescheid vorgeschrieben. Dieser ergeht üblicherweise gleichzeitig mit dem Steuerbescheid für ein abgelaufenes Jahr. Die Vorauszahlungen sind ausgehend von der festgesetzten Jahressteuer für das Folgejahr um vier Prozent und für jedes weitere Jahr um je fünf Prozent pro Jahr zu erhöhen. Petra Kühberger, Expertin im WKO-Rechtsservice, über die Gründe dafür: „Der Gesetzgeber unterstellt den Unternehmern immer steigende Ergebnisse. Leider entspricht diese gesetzliche Vermutung nicht immer der wirtschaftlichen Realität.“ 

Vorauszahlungen können gesenkt werden

Was tun? Nachdem die ersten Monate des laufenden Jahres schon vorbei sind, kann durch Hochrechnung des bisherigen Gewinnes bzw. durch Einschätzung des Jahresergebnisses die ungefähre Steuerbelastung berechnet werden. Und genau diese sollte mit der von der Finanz vorgeschriebenen Vorauszahlung verglichen werden. Kühberger: „Ist für 2018 nämlich ein schlechteres Jahresergebnis zu erwarten, dann wird möglicherweise zu viel ans Finanzamt vorausbezahlt. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die Steuervorauszahlungen herabsetzen zu lassen.“ Bei der Körperschaftssteuer ist auf alle Fälle die Mindeststeuer zu zahlen. 

Für die Herabsetzung ist ein formloser Antrag erforderlich. Dieser muss die Gründe beinhalten, die zu einer verminderten Gewinnerwartung aufgrund der wirtschaftlichen Lage führen. Diese Zahlen sind dem Finanzamt nachzuweisen, zum Beispiel durch eine Aufstellung der Umsatzentwicklung, eine Bestätigung über Forderungsausfälle oder die Vorlage einer Zwischenbilanz.

Damit eine Herabsetzung noch für das laufende Jahr wirkt, muss der Antrag bis spätestens 30. September gestellt werden. Anträge, die nach diesem Stichtag ans Finanzamt geschickt werden, wirken sich für das laufende Jahr nicht mehr aus. 

Kühberger: „Wenn Unternehmer also am 1. Oktober feststellen, dass das Geschäft doch nicht so gut gelaufen ist und daher die vorläufige Einkommensteuer zu hoch sein wird, dann können Betroffene die Vorauszahlung des vierten Quartals, die am 15. November fällig ist, leider nur mehr durch ein Stundungs- oder Ratenansuchen hinausschieben.“ 

Ein Muster für einen Antrag auf Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen steht als Download zur Verfügung: http://bit.ly/2NPXvhQ.

Alle Informationen zum Thema: 

Rechtsservice, Tel. 0316/601-601, E-Mail: rechts­service@wkstmk.at.


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