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"Die Einkaufsgewohnheiten im Sommer entscheiden"

„Wie viele Nahversorger wir jetzt nach Corona weiter haben werden, das entscheiden die Kunden mit ihrem Einkaufsverhalten“, mahnt Modehaus & Brautsalon Hufnagl-Chefin Isabel Tropper-Hölzl.

Team von Hufnagl im Geschäft
© Hufnagl GmbH Isabel Tropper-Hölzl (3. v. li.) freut sich mit ihrem Team auf die Kunden in Bad Gleichenberg.

Wenn es um festliche  Mode geht, dann ist „Hufnagl“ in Bad Gleichenberg nicht nur für  regionale Kunden da, auch die vielen Kurgäste und Urlauber werden hier bereits in vierter Generation im traditionsreichen Familienunternehmen stylish versorgt. Und auch hier hat Corona für einen Total-Stopp gesorgt. „Von einem Tag auf den anderen zusperren zu müssen, war eine extreme Ausnahmesituation. Wir haben sofort damit begonnen, unsere Kunden zu kontaktieren, denn gerade von März bis Mai ist Hauptsaison, da sind wir dicht getaktet mit Hochzeitsausstattungen –  vier bis zehn Termine wären es täglich gewesen“, erzählt Geschäftsführerin Isabel Tropper-Hölzl.

Aber nicht nur Brautleute in spe sowie deren Angehörige und Hochzeitsgäste sind wesentlicher Bestandteil des Umsatzes, auch Erstkommunionen und Firmungen stehen eigentlich ab März fix im Kalender. „Das ist heuer alles weggefallen.“ Aber nicht nur das – auch die vielen Kur- und Urlaubsgäste in Bad Gleichenberg fehlten bis jetzt. „In Bereich der normalen Mode machen wir 50 bis 60 Prozent unseres Umsatzes alleine mit den Gästen.“

Hoffen auf Kur- und Urlaubsgäste

Etwas Hilfe in der Zeit des Shutdowns habe zwar der sofort errichtete Onlineshop gebracht, so Tropper-Hölzl, doch damit lasse sich bei Weitem nicht das volle Lager an Frühjahrsware an die Frau bzw. den Mann bringen, „diese Ware ist gänzlich unverkäuflich geworden“. Und auch der erhoffte Aufschwung nach der Wiedereröffnung der Geschäfte lasse weiter auf sich warten: „Hier stehen wir nach wie vor bei 70 bis 80 Prozent Minus seit Mitte April. “

Man müsse die Situation also realistisch sehen, auch wenn es schwer falle, betont Tropper-Hölzl: „Viele Menschen plagen aufgrund der Corona-Maßnahmen weiterhin große Unsicherheiten. Das drückt die Konsumfreude generell, das hält sie davon ab, sich eben gewisse Dinge zu gönnen.“

Dennoch hege sie eine „zaghafte Hoffnung“ auf das Wiedererstarken des Handels in der Region mit den Kur- und Urlaubsgästen, erzählt Tropper-Hölzl. Und sie zählt hier auch auf das Bewusstsein der Konsumenten allgemein: „Die Einkaufsgewohnheiten in diesem Sommer werden entscheiden, wie viele Nahversorger aus allen Bereichen wir in unseren Gemeinden weiter haben werden. Regionale Modefachhändler, Elektrofachhändler, Schuhgeschäfte und viele andere Branchen, die eine Riesenkonkurrenz im Online-Handel haben, müssen jetzt mehr denn je bei unseren Einkäufen bevorzugt werden“, betont sie und unterstreicht: „Auch wir als Eltern haben die Aufgabe, der jungen ,Handygeneration‘ die Vorteile und die Wichtigkeit eines regionalen Geschäftes täglich näherzubringen."

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