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Eine messerscharfe Geschäftsidee

Kunsthandwerk einmal anders: Als „Ernas Enkelin“ verbindet Tina Schreiner modernes Design mit klassischem Handwerk.

Tina Schreiner vor Schrank mit bunten Folien
© Foto Fischer Basteltrend Plotten: Die Expertise von Tina Schreiner ist höchst gefragt.

Das Modell Lehre nach der Matura wird immer beliebter. Ein Beispiel dafür ist Tina Schreiner, die als „Ernas Enkelin“ in der Landeshauptstadt für Furore sorgt. So hat die Grazerin nach erfolgreicher Schule eine Lehre zur Goldschmiedin absolviert und insgesamt sieben Jahre im klassischen Handwerk gearbeitet, bevor sie noch ein Studium zur Informationsdesignerin an der FH draufsetzte – und sich als studierte Diplomingenieurin zur Krönung den Traum von der Selbständigkeit realisierte. Grund genug für uns, der Firmenchefin in ihrem Betrieb einen Besuch abzustatten.

Basteltrend Plotten

„Das Spannende daran ist, dass ich in meinem Betrieb beide Bereiche kombinieren kann – das Know-how aus der Grafik und das bodenständige Wissen aus der Lehre“, erzählt Schreiner im Gespräch mit der Steirischen Wirtschaft. Seit knapp vier Jahren am Markt, ist ihr Geschäft am Grazer Schillerplatz ein wahres Dorado für Menschen, die auf den neuen Basteltrend Plotten setzen: Mithilfe eines elektronischen Geräts – dem Plotter – lässt sich allerhand Kreatives schaffen. Kernstück ist ein winziges Messer, mit dem man Folien exakt schneiden kann, die dann auf Taschen, T-Shirts, Gläsern & Co. platziert werden können. Schreiner vertreibt die Geräte inklusive Zubehör.

Kompetente Beratung gefragt

Der Kreativität sind hier fast keine Grenzen gesetzt, allerdings gibt es technische und grafische Limits. Und hier ist die Beratung der Chefin gefragt. Denn ihre Kunden sind überwiegend Private, die noch nicht viel Erfahrung mit dem Umgang mit Plottern haben – aber auch Unternehmen, die Werbemittel individuell produzieren wollen. Auf kostspieliges Marketing kann Schreiner daher verzichten, über Mundpropaganda laufen ihr die Kunden zu. „Ich komm´ mit der Arbeit kaum noch nach“, sagt sie. Mittlerweile beschäftigt sie eine Mitarbeiterin, die ihr unter die Arme greift.

Den nostalgisch anmutenden Firmennamen verdankt die 44-Jährige übrigens ihrer Oma – und macht ihm auch alle Ehre: Denn neben dem Plotter-Geschäft wird im Betrieb von Tina Schreiner auch fleißig genäht und gestrickt – so sind u.a. kreative Geburtspolster entstanden, die Größe und Gewicht des Babys haben.

Online-Vertriebswege

Für Schreiner ist mit dem Schritt in die Selbständigkeit ein Traum in Erfüllung gegangen, auch wenn es nicht immer einfach war: „Man muss viel Zeit und Energie investieren, wenn man einen Betrieb auf die Beine stellt. Aber es zahlt sich aus, wenn man eigene Ideen und Visionen umsetzen kann.“ Gleichzeitig weiß sie, wie wichtig es ist, am Puls der Zeit zu bleiben und auf Online-Vertriebswege zu setzen: So wird derzeit intensiv am Aufbau eines Webshops gearbeitet.

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