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Handliche Sekretärin für Pflegepersonal

Am Kranken- oder Pflegebett müssen unzählige Werte erfasst und dokumentiert werden. Während dies meist zunächst am Bett handschriftlich und in einem zweiten Schritt elektronisch geschieht, könnte das schon bald von einem intelligenten Gerät im Smartphone-Format erledigt werden – und dabei Millionen Euro sparen.

In der Medizin werden immer mehr Daten erhoben, weshalb der Workflow digitalisiert werden muss.
© Chinnapong - stock.adobe.com In der Medizin werden immer mehr Daten erhoben, weshalb der Workflow digitalisiert werden muss.

Fieber, Blutdruck, Sauerstoff, Zucker, Temperatur und vieles mehr: Ein guter Teil der Arbeit von Pflegekräften entfällt auf die Beobachtung ihrer Patienten – und diese Daten müssen natürlich penibel dokumentiert werden. Dies geschieht auch heute noch meist zunächst handschriftlich und wird in einem zweiten Arbeitsschritt in die EDV-Systeme der Einrichtung eingegeben. Das ist sehr zeitaufwendig und zudem auch eine mögliche Quelle für folgenschwere Fehler.

Da fragt man sich als Laie: Dafür gibt es noch kein elektronisches Device? „Bisher gab es das noch nicht“, erklärt Erwin Berger, Geschäftsführer der „Ilvi-GmbH“, einer Tochter der Berger-Medizintechnik GmbH in Gleisdorf. „Wir haben diese Lücke nun geschlossen und einen handlichen Assistenten für Pflegekräfte entwickelt, der künftig die Dokumentation aller denkbaren Daten digitalisiert, deutlich vereinfacht und gleichzeitig sicherer macht“, so Berger. Das Device im Smartphone-Format nennt sich „Ilvi“ und kann nicht nur mit allen auf dem Markt befindlichen Schnittstellen und Apps von bereits vorhandenen medizinischen Geräten und Krankenanstalten-Informationssystemen kommunizieren, sondern erlaubt auch die einfache Eingabe von manuell zu erhebenden Daten sowie beispielsweise eine digitale Wunddokumentation mittels Fotos. „Alle Daten können dabei direkt am Patientenbett erhoben und im gleichen Moment in die zentrale Dokumentation übertragen werden“, erklärt Berger. Sämtliche erfassten Informationen erhalten dabei auch einen Zeitstempel, um eine lückenlose Dokumentation sicherzustellen.

Damit macht das Unternehmen einen großen Schritt in die Zukunft der Pflege. „In der Medizin werden immer mehr Daten erhoben. Deshalb muss der Workflow digitalisiert werden, um einen raschen und ständig aktuellen Informationsfluss an das Pflegepersonal sicherzustellen“, erklärt Berger. Im Produktdesign wurde aber nicht nur an die Technik gedacht: „Ilvi“ ist klein, handlich und passt in jede Kitteltasche. Wie im Healthcare-Bereich erforderlich, lässt sich das Gerät auch einfach desinfizieren. „Viel Zeit haben wir auch in die Entwicklung der Usability gesteckt: Unsere Benutzeroberfläche ermöglicht selbst unerfahrenen Anwendern eine einfache und sichere Bedienung“, so Berger.

FH untersuchte die Wirtschaftlichkeit

Doch am Ende des Tages geht es auch im Medizinsektor vor allem um eines: um Wirtschaftlichkeit. Deshalb hat Berger bei der FH Campus02 eine Studie in Auftrag gegeben – mit eindeutigen Ergebnissen: „Es wurden insgesamt 16 Stationen in drei Krankenhäusern – dem Universitätsklinikum Graz, dem Krankenhaus der Elisabethinen sowie dem LKH Weiz – untersucht. Durch den Einsatz von Ilvi konnte man sich dabei rund 20.000 Arbeitsstunden im Jahr ersparen – das entspricht allein auf diesen 16 Stationen einer jährlichen Ersparnis bei der Arbeitszeit von rund 600.000 Euro“, erklärt Berger. Die Studienautoren haben diese Werte unter Annahme eines durchschnittlichen Stundensatzes für Pflegekräfte auf die Steiermark hochgerechnet: Würde man die Datenerfassung digitalisieren und flächendeckend umsetzen, wäre eine Investition von rund zwei Millionen Euro nötig. Dem stünde laut Studie eine jährliche Ersparnis von mehr als acht Millionen Euro gegenüber. Zwar sei diese Differenz „virtuell“, denn es sei nicht davon auszugehen, dass durch die Einführung eines solchen Systems Pflegekräfte eingespart würden. Aber man könne die Arbeitszeit im Wert mehrerer Millionen Euro besser einsetzen, etwa verstärkt am Patienten, und damit die Qualität weiter erhöhen.

In fünf Jahren ist Ilvi…

…als „Smartphone für Pflegekräfte“ Standard, um die täglichen Aufgaben effizient zu erledigen. Es wird ein unentbehrliches Werkzeug für die Dokumentationsarbeit im Gesundheitswesen sein, das mehr Zeit für die Arbeit mit den Patienten schafft.

Außerdem arbeiten
wir gerade daran, …

…dass Ilvi von chronisch kranken Menschen zu Hause verwendet werden kann. Dadurch können anstrengende Arztbesuche vermieden und die Gesundheitskosten gesenkt werden.

Unser Unternehmen
ist für mich…

…ein Ort, an dem wir die Zukunft im Gesundheitswesen gestalten.

Von Klaus Krainer 

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