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Eine Frau auf der Überholspur

Sie wurde zur Logistik-Managerin 2018 gekürt: Ingrid Glauninger, die in 45 Jahren der steirischen Montan Spedition internationale Schubkraft verliehen hat.

Ingrid Glauninger ging 1974 als Handelsschülerin im Unternehmen an Bord, das mit drei Mitarbeitern Transporte auf der Straße abgewickelt hat. Ab 1992 Mitgesellschafterin, seit 1997 Geschäftsführerin.
© Klaus Morgenstern Ingrid Glauninger ging 1974 als Handelsschülerin im Unternehmen an Bord, das mit drei Mitarbeitern Transporte auf der Straße abgewickelt hat. Ab 1992 Mitgesellschafterin, seit 1997 Geschäftsführerin.

Die internationale Wochenzeitung „Verkehr“ hat Sie ausgezeichnet. Wenn Sie über vier Jahrzehnte in der Branche bilanzieren, welche waren die nachhaltigsten Veränderungen?

Glauninger: Im Officebereich sicher die Digitalisierung. Die rasante technische Entwicklung unserer Container hat unsere Erfolge nachhaltig gefestigt und ist seit Jahren ein echter Wettbewerbsvorteil. 

Wo haben Sie die berühmte Nische gefunden, für die Sie auch persönlich brennen?

Glauninger: Ganz klar im „Unbegleiteten Kombinierten Verkehr“ (UKV), bei dem Behälter/Container auf Schienen bzw. auf der letzten Meile via Straße auf die Reise gehen. Erfolgsfaktor war und ist dabei unsere Eigenentwicklung: Moco, ein multifunktioneller, 30 Fuß großer Montan-Container. 2018 haben wir in 140 neue Container investiert und damit auf gesamt 1.200 Stück aufgestockt, was eine Verdoppelung des Equipments in den vergangenen fünf Jahren bedeutet. Es ist unser Handwerk, Substrate von der Straße auf die Schiene zu bringen. 

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für die Branche?

Glauninger: Auf der Straße. Ich mache mich daher auch mit ganzem Nachdruck dafür stark, den Vor- und Nachlauf des „Unbegleiteten Kombinierten Güterverkehrs“ von der Maut zu befreien. Das würde ein Anreiz sein, Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern, was ja auch eine Forderung der Politik ist. In diesem Zusammenhang brauchen wir auch Bahnpreise, die längerfristig Gültigkeit haben – zumindest zwei Jahre. Diese Forderung gilt natürlich auch für die Mautpreise.

Der Facharbeitermangel ist generell ein großes Thema, auch in Ihrem Unternehmen? 

Glauninger: Nicht wirklich. Wir haben an unseren drei Standorten Kapfenberg, Fürnitz und Istanbul 30 Mitarbeiter beschäftigt. Wir bilden Spediteure und Bürokaufleute selbst aus. Da wir nur die „letzte Meile“ bedienen, sind wir von Nachwuchsproblemen bei den Lkw-Fahrern nicht so stark betroffen.

Ein Blick in die Zukunft: Wo werden Sie sich in Zukunft positionieren?

Glauninger: Wir werden unsere Kompetenz im „Unbegleiteten Kombinierten Güterverkehr“ noch weiter ausbauen. Schon jetzt transportieren wir 90 Prozent unseres Frachtvolumens auf der umweltfreundlichen Achse Straße und Schiene.

Zeit für Hobbys?

Glauninger: Ja, für meine Familie, mein Sohn ist bereits im Unternehmen, und für Nordic-Walking-Touren.

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