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Eine Business-Jacke für alle Fälle

Lifestyle und Business müssen kein Widerspruch sein: Herbert Pölzl hat eine businesstaugliche Funktionsjacke entwickelt.

 
Pärchen in Jacco-Jacken mit Taschen vor Auto
© Jacco Jacco: Flottes Design in Trendfarben ist durchaus businesstauglich.

Wer mit dem Rad zu einem Business-Termin oder nach einem Meeting noch auf ein Getränk oder ins Kino gehen will, steht zwangsläufig vor einem Problem: Was anziehen, um nicht zu streng, aber auch nicht zu leger gekleidet zu sein?

Herbert Pölzl aus Hartberg hat mit seinem „Jacco“ die Antwort gefunden. Die textile Mischung aus Jacke und Sakko soll Lifestyle und Business miteinander verbinden. Die farbigen Zipps, das wetterfeste Softshell-Material sowie das flotte Design sollen dem Kleidungsstück eine sportliche Note verleihen und gleichzeitig für Geschäftstermine geeignet sein. Jede Jacke lässt sich individuell farblich zusammenstellen, quasi eine Business-Jacke zum Selber-Basteln.  „Seit Jahresbeginn ist das Produkt auf dem Markt“, freut sich Pölzl über den Verkaufsstart.

Eine Jacke – zwei Funktionen

Doch alles der Reihe nach: Die Idee, diese Nische zu bedienen, kam dem umtriebigen Unternehmensberater 2014 bei einem Geschäftstermin in Leipzig. Als er junge Leute in Softshell-Jacken beobachtete, stellte er sich die Frage: „Was machen diese Leute, wenn sie Termine bei Banken oder Investoren haben? Ziehen Sie sich um, zwängen sie sich in ein Sakko oder einen Anzug, oder bleiben sie so leger?“

Bald danach war „Jacco“ geboren, zumindest gedanklich. An der Modeschule Graz fand Pölzl kompetente Partner für die Prototypen-Entwicklung. Zwei Studenten tüftelten gemeinsam mit Pölzl an einem Damen- und einem Herrenmodell. Dafür wurde monatelang recherchiert, wurden Materialien bestellt, ausprobiert, Schnitte geskribbelt und verworfen. „Das Kleidungsstück sollte ja nicht nur optisch ansprechend, sondern auch funktionell sein“, beschreibt Pölzl eine der Herausforderungen: Die Lösung fanden die Mode-Profis in einem Magnetverschluss am Kragen, der vor Wind und Wetter schützt. Vor gut einem Jahr dann der Meilenstein, als die beiden Prototypen fertig waren. Wertvollen Input für die Produktentwicklung lieferte auch das „Innolab“ in Graz. 

Schwierig gestaltete sich indes die Suche nach einem Produzenten, der individuelle Stückzahlen fertigt. Fündig wurde Pölzl schließlich bei der Innotex-Paar KG aus Mureck. Hier werden die Jacken – je nach Kundenwunsch – in den unterschiedlichsten Farbkombinationen produziert. Vertrieben werden die Jacken über den Online-Shop, der mit Jahresbeginn gelauncht wurde.

Dass sein Produkt „made in Austria“ ist, ist Pölzl besonders wichtig: Die Zipps kommen aus dem Burgenland, die Knöpfe aus Wien. Der buchstäbliche Preis dafür ist ein Premiumprodukt, das preislich nicht die großen Massen, sondern eher ein exklusives Publikum „anziehen“ wird.

Von Karin Sattler, karin.sattler@wkstmk.at


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