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Ein-Personen-GmbH kommt jetzt in Fahrt

Das Deregulierungsgesetz 2017 macht es möglich: Seit 1. Jänner ist die Gründung von Ein-Personen-GmbH um vieles leichter.

Seit dem 1. Jänner 2017 ist die Gründung einer Ein-Personen-GmbH dank des Deregulierungsgesetzes einfacher.
© ©Thomas Reimer - stock.adobe.com Ob Personengesellschaft oder Ein-Personen-GmbH, die Wahl der Rechtsform sollte gut überlegt sein, bevor unternehmerisch Fahrt aufgenommen wird.

Die Vereinfachung betrifft Ein-Personen-GmbH unter der Voraussetzung, dass deren Gesellschafter eine natürliche Person ist, die auch als unternehmensrechtlicher Geschäftsführer fungiert. 

Zur aktuellen Rechtslage Cornelia Schöllauf, Expertin im WKO-Rechtsservice: „Bei der Gründung einer GmbH ist der Abschluss eines Gesellschaftsvertrags zwischen den Gesellschaftern notwendig, bei der Ein-Personen-GmbH muss der Gesellschafter eine Errichtungserklärung abgeben. Beides geschieht in Form eines Notariatsakts.“ Vertrag und Errichtungserklärung müssen Mindestinhalte aufweisen: Firma, Gesellschaftssitz, Unternehmensgegenstand, die Höhe des Stammkapitals und der Betrag der von den Gesellschaftern auf das Stammkapital zu leistenden Einlage (Stammeinlage).  

In der Folge ist die GmbH durch die Geschäftsführer zum Firmenbuch anzumelden, ihre Unterschrift ist öffentlich zu beglaubigen. Folgende Unterlagen sind beizubringen: der Gesellschaftsvertrag bzw. die Errichtungserklärung in Notariatsaktform, die Gesellschafterliste, ein Geschäftsführerverzeichnis, falls vorhanden der beglaubigte Bestellungsbeschluss der Geschäfts-führer, die beglaubigten Musterzeichnungen der Geschäftsführer, eine Bankbestätigung über die Einzahlung der bar zu leistenden Einlagen und gegebenenfalls das Gutachten der WKO über den Firmenwortlaut. Eintragungsgebühren sind – außer bei Anwendung des Neugründungsförderungsgesetzes – zu entrichten. Mit der Eintragung in das Firmenbuch gilt die GmbH als gegründet und ist voll rechtsfähig. 

Was wird einfacher? 

Erleichtert werden Gründungen – unter anderem entfallen Notariatsaktpflicht und Beglaubigungen  – der oben beschriebenen Gesellschaften, die zusätzlich folgende Voraussetzungen erfüllen: Das Stammkapital darf nicht höher als 35.000 Euro sein und Sachgründungen sind unzulässig. Schöllauf: „Es kann jedoch auch die Gründungsprivilegierung in Anspruch genommen werden, dann beträgt die Stammeinlage sogar nur 10.000 Euro.“ Zudem dürfen die Errichtungserklärungen neben dem gesetzlichen Mindestinhalt nur ausgewählte Klauseln enthalten, die die Expertin explizit anführt: „Solche über die Geschäftsführerbestellung, über den Ersatz der Gründungskosten bis zu 500 Euro, über eine etwaige Gründungsprivilegierung und über die Verteilung des Bilanzgewinns, wenn dieser von Jahr zu Jahr vorbehalten wird.“

Liegen die Voraussetzungen vor, so ist die Abgabe der Errichtungserklärung mittels elektroni-scher Signatur (Handysignatur, Bürgerkarte) über das Unternehmensserviceportal möglich. Es entfallen die Notariatsaktpflicht sowie die bisherigen Beglaubigungserfordernisse. Vollelektronische Gründungen wird es aber (noch) nicht geben.

Veranstaltungstipp: „Gesellschaftsformen Vor- und Nachteile“ am 5. Februar, 15:00 – 17:00 Uhr, WKO Steiermark. Die Teilnahme ist kostenlos.

Infos und Anmeldungen: Tel. 0316/601-601 oder per Mal an: rechtsservice@wkstmk.at.


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