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Ein Markt gerät ins Schwitzen

Schon jeder achte Steirer ist im „Club“: Nie hat der Fitness-Markt stärker als heute pulsiert. Senioren und Technik sind die Treiber.

28 Prozent der Grazer sind in Fitnessstudios angemeldet.
© Robert Kneschke / stock.adobe.com 28 Prozent der Grazer sind in Fitnessstudios angemeldet.

Die Kilos purzeln lassen, die Muskeln stählen: Den großen Ankündigungen zu Neujahr weicht im Jänner oft die Ernüchterung ob der gebrochenen Vorsätze. Sicher ins Schwitzen gerät in der Zeit dazwischen nur der heimische Fitness-Markt: „Der Jänner ist als Zeit der guten Vorsätze – und nach den kulinarischen Genüssen der Weihnachtszeit – nach wie vor für die Fitnessbranche sehr wichtig“, betont WKO-Steiermark-Branchensprecher Martin Wirth. Fakt ist: Mit 1.239 Fitnessstudios – rund 233 davon allein in der Steiermark  – und einem rot-weiß-roten Umsatz von knapp 600 Millionen Euro wurde hierzulande nie lieber zu Hantel, Faszienrolle & Co. gegriffen als heute. Woran das liegt? „Das Thema Gesundheit boomt, obwohl mittlerweile nicht Fitness im ursprünglichen Sinn im Zentrum steht. Es geht um ‚better-aging‘, also darum, gesund älter zu werden. Gerade durch den demografischen Wandel ist das ein Riesenthema“, betont „InjoyMed“-Inhaber Uwe Maninger. Das schlägt sich auch faktisch nieder: Bereits jeder achte Steirer ist in einem Fitnessclub registriert – dabei zunehmend ältere Menschen, wie Rudolf Kaimbacher von der „Fitnesswelt“ in St. Lorenzen bestätigt: „Es geht darum, sich fit und wohl zu fühlen – und auch mit 75 Jahren noch auf den Berg gehen zu können.“

Stetige Weiterentwicklung

Doch nicht nur die alternde Gesellschaft trägt zum Boom bei. Die Fitnessstudios haben sich stetig weiterentwickelt: Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler & Co. feilen mittlerweile gemeinsam mit Fitnessbetreuern  am individuellen Trainingsplan. „Wir haben uns zu echten Gesundheitsdienstleistern weiterentwickelt“, bringt es Wirth auf den Punkt. Mit der Konsequenz, dass auch Digitalisierung zunehmend eine Rolle spielt: „Wearables“ wie Smartwatches beobachten Vitalparameter wie den Puls permanent – auch außerhalb der Studios: „Wir können auf Basis dieser Daten individuelle Trainingspläne gestalten und die Kunden zielgerichtet betreuen“, sagt „InjoyMed“-Geschäftsführer Maninger. Dem Trend der – unüberwachten – „Instagram-Fitness“ können die Profis hingegen wenig abgewinnen. Denn: „Ein falscher Winkel beim Training kann rasch für Pro­bleme sorgen“, sagt Wirth.

Das sagen steirische Fitnessstudio-Betreiber

Uwe Manninger, „InjoyMed“: „Ziel ist ‚better-aging‘ statt ‚anti-aging‘: Die immer älter werdende Gesellschaft hat die Themen Gesundheit und Fitness neu entdeckt. Das ist ein riesiges Potenzial für die Branche.“

Rudolf Kaimbacher, „Fitnesswelt“: „Wir sind keine ‚Mucki‘-Bude, sondern ein Fitness- und Gesundheitszirkel. Damit treffen wir den Zeitgeist, weil auch immer mehr Senioren zu uns kommen.“ 

Martin Wirth, „Best Fitness“: „In den Ballungszentren sind mittlerweile etwa 28 Prozent aller Menschen in Fitnessstudios angemeldet. Vor 15 Jahren lag dieser Wert in etwa bei unter zehn Prozent. Allein diese Zahlen zeigen: Der Trend hin zu Fitnessstudios ist ungebrochen.“ 

Drei Fitnesstipps für echte Bürohengste

Der hektische Alltag erlaubt nicht oft ein zeitraubendes Training. Diese kleinen Einheiten halten (und machen) Sie auch im Büro fit: 

Treppensteigen ist der ideale Kalorienkiller: Je nach Gewicht verbrennt man mit einer Viertelstunde Treppensteigen zwischen 112 und 192 Kalorien – Spitzenwert unter den Alltagsbeschäftigungen. Für den „Extra-Kick“ sorgt übrigens, wenn Sie auf Zehenspitzen gehen.

Sehr einfach: Spannen Sie Ihre Muskeln so fest wie möglich an und halten Sie diese Spannung für ein paar Sekunden. Das klappt natürlich mit allen Muskelpartien: Sie können also direkt vom Bürostuhl aus den gesamten Körper trainieren.

Selbst für den Bürostuhl gibt es Optionen für Bewegung: Spannen Sie aus dem Sitzen die Oberschenkel an und heben Sie den Po ungefähr zwei Zentimeter von der Sitzfläche ab, so dass Sie in einer Kniebeugen-Position direkt über dem Sessel verharren. Halten Sie diese Position, so lange Sie können. Für Profis: Heben Sie zusätzlich einen Fuß ungefähr zwei Zentimeter vom Boden ab. 

Fachkonferenz im Zeichen der Gesundheit

Was im Feld des Sports längst geläufig ist, hält nun auch Einzug in die Medizintechnik: „Mit Smartwatches und Wearables permanent Vitalparameter zu erheben, ist im Bereich der Fitness und Wellness schon lange angekommen. Dieser Trend verstärkt sich auch in der Medizintechnik“, betont Johann Harer, Geschäftsführer des steirischen Humantechnologie-Cluster HTS, anlässlich der internationalen Fachkonferenz „Health Tech Hub“ in Graz (mehr als 300 Teilnehmer). Konkret dürfen wir künftig etwa mit smarten Blutdruckmessgeräten bzw. EKG-Sensorik in der Matratze, Sturzdetektion bzw. Ganganalysen in Schuhen rechnen, um beispielsweise die 24-Stunden-Beobachtung von chronisch Kranken und Reha-Patienten zu ermöglichen. Das Erfolgsrezept lautet: Sensorik generiert die Daten, „Algorithmen werten sie aus“, erklärt Science-Park-Geschäftsführer Martin Mössler. Die Konsequenz: „Der Arzt meldet sich aufgrund von sich veränderten Werten beim Patienten – nicht umgekehrt.“ Zahlreiche steirische Start-ups arbeiteten bereits nach diesem Konzept, betont Mössler. Bester Beweis: Rund 86 Start-ups haben am „Health Tech Hub“ teilgenommen. 


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