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Ein grenzenloser Netzwerker

Wechsel in der Fachgruppe Spedition und Logistik: Nach zehn Jahren an der Spitze übergibt Alfred Ferstl die Agenden  an Norbert Adler, den steirischen Geschäftsstellenleiter von DB Schenker.

Obmannwechsel in der Fachgruppe Spedition und Logistik: Ferstl übergibt an Adler (v.l.)
© Foto Fischer Obmannwechsel in der Fachgruppe Spedition und Logistik: Ferstl übergibt an Adler (v.l.)

Norbert Adler übernimmt die Fachgruppe Spedition und Logistik von Alfred Ferstl: Nachwuchsförderung, das heiße Eisen „Zollverfahren 4200“ und die Einbindung der Phyrn-Schober-Achse in das Transeuropäische Verkehrsnetz sind nur einige Themen, für die er sich als Obmann stark machen will.

Fachkräftemangel 

Norbert Adler, Jahrgang 1967 hat die Johann Huber Spedition und Transportgesellschaft in St. Lorenzen im Mürztal  28 Jahre lang als innovativer Spediteur entscheidend geprägt. Unter anderem trägt auch das Stückgut-Logistik-Netzwerk „Systempo“ und das Paket-Logistik-Netzwerk GLS (früher General Parcel Austria) seine Handschrift. Seit 1. Oktober 2018 dirigiert Adler das Logistikunternehmen DB Schenker als Geschäftsstellenleiter und Prokurist in der Steiermark und zeichnet damit für rund 150 Mitarbeiter, darunter 15 Lehrlinge verantwortlich.

Der Fachkräftemangel brennt Adler vorrangig unter den Nägeln: „Wir können die abwechslungsreiche Berufswelt des Spediteurs nur noch attraktiver im Licht der Öffentlichkeit verankern, um Jugendliche für einen Beruf mit glänzenden Zukunftsaussichten zu begeistern.“

Zudem wünscht er sich, dass die Befähigungsprüfung dem Bachelor gleich gestellt wird und ausgebildeten Spediteuren mehr Fortbildungskurse in klassischen Ausbildungsstätten wie dem Wifi angeboten werden. 

Umweltschutz

Das Thema Umwelt-und Klimaschutz greift Adler mit großer Offenheit auf: „Wir sind uns in der Branche unserer Verantwortung sehr bewusst und testen längst schon neue Antriebssysteme wie E-Mobility oder Wasserstoff.“

Mehr Güter weg von der Straße auf die Schiene zu bringen, scheitert laut Adler vor allem am politischen Unverständnis in der EU: „Wenn es nicht gelingt, die Phyrn-Schober-Achse in das TEN - Transeuropäische Netzwerk einzubinden, dann schadet das nicht nur der Umwelt , sondern man schneidet heimische Unternehmen von wichtigen Verkehrsadern ab. Die Folge: Sie werden abwandern“.

Bessere Rahmenbedingungen

Adler wünscht sich von der Politik auch, endlich das Thema Zollverfahren 4200 aufzugreifen: So ist es einem rot-weiß-roten Spediteur nicht möglich, im Drittlandverkehr Importverzollungen bei unmittelbar anschließender Lieferung in einen anderen Mitgliedsstaat durchzuführen (Zollverfahren 4200), ohne seine Existenz auf Spiel zu setzen. Adler: „Obwohl der Steuerbetrug in einem anderen Mitgliedsstaat erfolgt, wird dem heimischen Spediteur die österreichische Einfuhrumsatzsteuer vorgeschrieben, was kurioserweise in anderen EU-Staaten nicht der Fall ist."


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