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„Ein Angebot an Businesspassagiere“

Ab Sonntag (25. März) gibt es wieder sechs wöchentliche Direktflüge nach Berlin: „SkyWork Airlines“-Chef Martin Inäbnit erklärt im Interview die Strategie dahinter.

Am Palmsonntag hebt die erste SkyWork-Airlines- Maschine nach Berlin ab. Seit 2014 ist Martin Inäbnit Chef des Schweizer Carriers.
© SkyWork Airlines Am Palmsonntag hebt die erste SkyWork-Airlines-Maschine nach Berlin ab. Seit 2014 ist Martin Inäbnit Chef des Schweizer Carriers.
Herr Inäbnit, warum fliegen Sie als Schweizer Airline knüftig von Berlin nach Graz?

Martin Inäbnit: Der Grundgedanke ist, dass wir an unserem Heimatstandort Bern kaum noch wachsen können. Im Sommer bedienen wir dort mehr als 20 Destinationen, aber wir brauchen eine Sockelauslastung über das ganze Jahr. Und darum müssen wir neue Modelle finden. Eines davon sind W-Flüge, und die Anbindung von Graz ist ein Teil davon.

Für alle Nicht-Luftfahrtexperten: Was sind W-Flüge?
Inäbnit: Wir fliegen von Bern nach Berlin, von Berlin nach Graz – und über Berlin wieder zurück. Das praktizieren wir etwa auf der Strecke Bern–Wien–Basel schon sehr erfolgreich. Wir öffnen also eine neue Strecke von einer bestehenden Destination aus. Unter Ausnützung der maximal zulässigen Dienstzeiten kommen die Crew und die Maschine täglich zurück nach Bern, und wir sparen auch Kosten – etwa bei den Nächtigungen.

Warum haben Sie sich für Graz entschieden?
Inäbnit: Die Frage für uns war: Wo haben wir einen Mix, den auch Geschäftsreisende brauchen? Nur mit dem Leisure-Verkehr funktioniert das nicht. Warum also Graz? Zunächst einmal hat die Steiermark ein enormes wirtschaftliches Potenzial: Hier gibt es viele exportorientierte Unternehmen. Andererseits hat man sich in der Steiermark stark bemüht, dass wir auf diese Linie gehen: Tourismus, Politik, der Flughafen und nicht zuletzt die Wirtschaftskammer haben uns in mehreren Gesprächen seit dem Herbst 2016 gezeigt, dass man hinter dieser Verbindung steht.

Wieviel Potenzial sehen Sie in der neuen Verbindung?
Inäbnit: Wir glauben, dass sich die Strecke für uns rechnen wird, sonst würden wir es nicht machen. Ein Vorteil ist, dass man sich hier ja nicht nur auf reine Rechenmodelle verlassen muss, sondern schon „echte Passagierzahlen“ aus den vergangenen Jahren kennt. Man darf die Strecke Berlin-Graz aber aus meiner Sicht trotzdem nicht isoliert betrachten: Wir werten damit auch unsere Strecke von Tegel nach Bern deutlich auf: Unsere Passagiere in die Schweiz fliegen deshalb um etliche Stunden später wieder zurück und gewinnen damit wertvolle Aufenthaltszeit. Das erhöht die Qualität – und hoffentlich auch unsere Passagierzahlen, zumindest ist das der Plan. Dadurch tun wir uns auch beim Einstieg in Graz leichter: Wenn Bern besser als bisher funktioniert, haben wir auch bei der Linie in die Steiermark einen längeren Atem.

Im August nimmt mit Easy­Jet ein Low-Cost-Carrier ebenfalls diese Strecke auf. Eine große Konkurrenz?
Inäbnit: Wir können mit unseren Flugzeiten den Businesspassagieren ein gutes Angebot machen: Man fliegt um 17.35 Uhr bequem nach der Arbeit nach Berlin und hat bis zum Rückflug um 16.10 Uhr fast einen ganzen Arbeitstag zur Verfügung. Unser Anfangspreis – one way – liegt dafür bei 86 Euro, inklusive Gepäck und Verpflegung. Gegenüber Billigairlines bekommt man bei uns also mehr für sein Geld.

Weitere Infos:

Ab 25. März hebt die Schweizer SkyWork Airlines  mit einer 50-sitzigen Saab 2000, einer Turboprop-Maschine, sechsmal wöchentlich um 17.35 Uhr von Graz nach Berlin (an 19.30) ab. Die Rückflüge starten in Berlin um 16.10 Uhr.
SkyWork Airlines wurden vor rund 30 Jahren als Flugschule gegründet und später zu einer Fluggesellschaft ausgebaut. Seit 2014 leitet Martin Inäbnit die Geschicke des eidgenössischen Carriers.

Von Klaus Krainer

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