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Dumping-Konkurrenz gräbt Brunnenbauern das Wasser ab

Ausländische Billig-Firmen untergraben zunehmend Preise und Qualitätsstandards der steirischen Brunnenmeister.

Nachwuchsprobleme und Dumping-Konkurrenz aus dem Ausland bereiten den heimischen Brunnenbauern Sorgen.
© goldbany - stock.adobe.com Nachwuchsprobleme und Dumping-Konkurrenz aus dem Ausland bereiten den heimischen Brunnenbauern Sorgen.
Man hält es kaum für möglich, doch das alte Gewerbe der Brunnenmeister ist auch im 21. Jahrhundert gefragter denn je: Besonders der Trend zu eigenen Brunnen sei ungebrochen, sagt Bundesberufsgruppensprecher Alois Kohl. „Viele wollen einfach unabhängig sein, und das betrifft nicht nur Streulagen. Die Branche ist gut ausgelastet“, so der Experte. Mit 18 Betrieben steiermarkweit ist die Zunft aber höchst überschaubar.
Zu kämpfen hat die Branche aber in anderen Bereichen, wo ihnen buchstäblich das Wasser abgegraben wird. Denn nicht nur aus dem benachbarten Ausland, sondern auch aus anderen Branchen wird immer mehr „hereingearbeitet“. Über die Ausübung sogenannter Nebenrechte mag es zwar rechtlich zulässig sein, dass etwa Baugewerbetreibende einzelne Arbeiten übernehmen, die Ergebnisse seien laut dem Experten aber oft „suboptimal“. Besonders zu wünschen übrig lassen vielmals die Resultate von Dumping-Firmen aus dem Ausland. „Wir stellen diese Mängel immer wieder fest, wenn Firmen aus Ungarn, Slowenien oder Tschechien am Werk waren. Die Schnellsieder-Ausbildung ist nicht vergleichbar mit dem hohen Standard in Österreich“, resümiert Kohl.
Für den Interessenvertreter sind diese Qualitätsunterschiede untragbar, „denn wir arbeiten mit dem hohen Gut Wasser, das strengen Auflagen unterliegt“. Bei Verstößen gegen das Wasserrechtsgesetz könne Gefahr für Leib und Leben bestehen.
Und auch das Nachwuchs-Problem wird immer drängender, moniert der Experte: Einen einzigen Lehrling (!) gibt es derzeit in der Steiermark, der sich zum Brunnenmeister ausbilden lässt. Und das, obwohl man ein zeitgemäßes Image unter dem Motto „Notebook statt Wünschelrute“ forciert. Und technisches Verständnis ist in dem Beruf unverzichtbar, sind doch die Aufgaben vielfältig: Sie reichen neben dem Brunnenbau über die Quellfassung bis zum Grundbau und der Nutzung von Erdwärme. So werden Brunnenmeister etwa gerufen, wenn Bohrungen für eine Hangsicherung notwendig sind.

Für Kohl ist der fehlende Nachwuchs kein spezielles Problem der Branche, sondern allgemeiner Trend: „Die meisten machen heute lieber Matura als eine Lehre.“ Dabei hat sich gerade die Grüne Mark als Ausbildungs-hotspot der Brunnenmeister etabliert. „Die Berufsschule ist in Murau angesiedelt, darüber hinaus kann man den Beruf auch auf dem zweiten Bildungsweg erlernen“, weiß Kohl. Auch Vorbereitungskurs und Befähigungsprüfung finden österreichweit nur in der Steiermark statt.

Mehr zur Branche online unter www.brunnenmeister.at

Von Karin Sattler

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