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„Dufte“ Innovation für mehr Klimaschutz

Die Installationsfirma Pachernegg in Irdning hat Forschungskammern für Kühe entwickelt, die den CO₂-Ausstoß messen.

Bisher gab es nur Schätzungen, welche Rolle Kühe für den Klimawandel spielen.
© studio-busse-yankus – stock.adobe.com Bisher gab es nur Schätzungen, welche Rolle Kühe für den Klimawandel spielen.

Mit einer außergewöhnlichen Innovation lässt ein obersteirisches Installationsunternehmen aufhorchen: Die beiden Brüder Walter und Alfred Pachernegg vom gleichnamigen Haustechnikbetrieb in Irdning haben eine komplexe „Respirationskammer“ für Kühe gebaut, die in der nahegelegenen Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein Aufschlüsse über den Methangas- und CO2-Ausstoß der Wiederkäuer geben soll. „In der Landwirtschaft gab es dazu bisher nur Schätzungen, während Emissionen aus Verkehr, Energie und Industrie sich genau messen lassen“, so Walter Pachernegg.
Doch das könnte sich jetzt ändern, hat doch das findige Brüderpaar das technische Equipment für zwei hochmoderne Anlagen geliefert. Das Besondere daran: Die Kühe reisen in diesen Kammern buchstäblich um die ganze Welt, werden doch darin unterschiedliche klimatische Bedingungen simuliert – die Temperatur variiert zwischen 0 und 55 Grad, die Luftfeuchtigkeit zwischen fünf und 90 Prozent – je nachdem, ob die Tiere gerade in Indien, Südamerika oder Mitteleuropa weilen. So lässt sich erforschen, wie sich der CO2-Ausstoß in verschiedenen Klimazonen verändert.
Die komplexen Anlagen spielen technisch alle Stückerl, versichern die beiden: „Die haustechnische Planung war sehr aufwendig, vereint sie doch Elemente aus der Heizungs-, Kühlungs-, Klimatisierungs- und Befeuchtungstechnik in Verbindung mit Veterinärmedizin, Chemie und Physik“, so Pachernegg. Die größte He­rausforderung sei es aber gewesen, die Anlage so zu dimensionieren, dass sie klein genug  sei, um zuverlässige Testergebnisse zu liefern, aber die Tiere trotzdem keine Platzangst bekommen. Weltweit gibt es laut Pachernegg nur sieben solcher Stationen, und die nach eigenen Angaben modernste Anlage steht im Ennstal.
Bemerkenswert ist, dass die  Innovation just von einem der ältesten steirischen Betriebe entwickelt wurde: Die Wurzeln der Firma, die stets in Familienhand war, reichen bis ins Jahr 1621 zurück. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die einstige Kupferschmiede zu einer Spenglerei und einer Installationsfirma mit derzeit 13 Mitarbeitern entwickelt. Stolz ist man auf die Lehrlingsausbildung: „Insgesamt wurden hier am Standort hunderte Lehrlinge ausgebildet.“


Quergefragt:

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Weniger Bürokratie und Zettelwirtschaft.
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In der Branche bleibt kein Stein auf dem anderen.

Von Karin Sattler

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