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DSGVO: Was Sie zum Start wissen müssen

Mit dem 25. Mai 2018 tritt die sogenannte „Datenschutz-Grundverordnung“ (DSGVO) in Kraft. Wir beantworten zum Start in dieses neue Datenschutz-Zeitalter mit unseren Experten des WKO-Rechtsservice die zehn wichtigsten Fragen zum Thema.

Wissen schützt die Unternehmer im digitalen Zeitalter: Mit dem 25. Mai 2018 tritt die DSGVO in Kraft.
© alphaspirit – stock.adobe.com Wissen schützt die Unternehmer im digitalen Zeitalter: Mit dem 25. Mai 2018 tritt die DSGVO in Kraft.

1 Für wen gilt die DSGVO und was ändert sich für mich als Unternehmer?
Mit der DSGVO wird der Umgang mit Daten völlig neu geregelt. Sie gilt für alle, die personenbezogene Daten natürlicher Personen verarbeiten – egal, ob es sich um digitale oder analoge Aufzeichnungen handelt. Alle Unternehmen sind davon betroffen und müssen die Verordnung umsetzen.

2 Welches Ziel verfolgt der Gesetzgeber mit der neuen Verordnung?
Ziel der europäischen Datenschutz-Grundverordnung ist der Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen in Bezug auf personenbezogene Daten. Durch die Verordnung soll in Zukunft ein europaweit gleichmäßiges Datenschutzniveau für natürliche Personen gewährleistet werden.

3 Wie groß ist der Aufwand für die Umsetzung und was bringt mir das?
Da jedes Unternehmen natürlich eine unterschiedliche Anzahl an Datenerfassungs- und -verarbeitungsprozessen hat, kann diese Frage nur schwer pauschal beantwortet werden. Grundsätzlich soll die Verordnung Transparenz und Rechtssicherheit schaffen, was vor allem auch für Unternehmer wichtig ist.

4 Ab wann werden die neuen Bestimmungen kon­trolliert – und von wem?
Ab Inkrafttreten sind die nationalen Aufsichtsbehörden – das ist in Österreich die Datenschutzbehörde – befugt, Einschau in Datenverarbeitungsvorgänge und diesbezügliche Unterlagen zu begehren. Die Datenschutzbehörde kontrolliert eigenständig, einer Kontrolle muss keine Beschwerde vorangehen.

5 Welche Strafen drohen mir bei Nichteinhaltung der Verordnung?
Bei einem Verstoß sind Strafen bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes möglich. Diese Strafen stellen Höchststrafen dar. Mindeststrafen sind nicht vorgesehen, prinzipiell kann die Behörde auch bei minderem Grad von Fahrlässigkeit Verwarnungen aussprechen.

6 Ich habe gehört, dass in Österreich „beraten statt bestraft“ werden soll.
Ja, das Prinzip „beraten statt strafen“ wurde auf Druck der Wirtschaftskammer explizit im österreichischen Datenschutzgesetz verankert. Hohe Geldstrafen sollen erst im Wiederholungsfall zum Einsatz kommen. Bei erstmaligen Verstößen wird die Datenschutzbehörde grundsätzlich eine Verwarnung aussprechen.

7 Ich bin nur ein kleiner Handwerker. Was soll mir schon passieren?
Die DSGVO macht in ihrem Anwendungsbereich keinerlei Unterschiede nach Unternehmensgrößen, etwa zwischen Einzelunternehmen und Großkonzernen. Es gibt keine Ausnahme für kleine oder mittelgroße Unternehmen, auch keine Ausnahmen für Ein-Personen-Unternehmen. Das heißt: Auch „Kleinen“ drohen Strafen!

8 Ich habe mich bisher nicht mit dem Thema befasst. Was kann ich tun?
Beginnen sollten Sie einmal mit einer Art „Dateninventur“: Schauen Sie sich an, wo und wie Sie überall im Betrieb personenbezogene Daten verarbeiten. Anschließend gehen Sie dann am besten schrittweise die Online-Ratgeber der WKO durch (siehe Punkt 10). Alle Branchen bieten zudem spezifische Unterlagen an.

9 Mit welchen Kosten muss ich für die Umsetzung der Verordnung rechnen?
Seitens der WKO Steiermark und der Branchenvertretungen gibt es zahlreiche kostenlose Informationsmaterialien und Muster. Sollten Sie Unterstützung durch einen zertifizierten Berater suchen, gibt es Fördermöglichkeiten. Nähere Informationen dazu finden Sie im Internet unter https://bit.ly/2DrGjwQ.

10 Wie kann mir die WKO Steiermark weiterhelfen?
Unter www.wko.at/datenschutz gibt es zahlreiche Informationsblätter und Muster. Noch bis mindestens Herbst 2018 gibt es verschiedene Webinare, Seminare und branchenspezifische Vorträge. Unter oben genanntem Link finden Sie zudem umfangreich und branchenspezifisch beantwortete Praxisfragen der Mitgliedsbetriebe.

Von Klaus Krainer

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