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Drohnen im Anflug auf Weinberg

Drohne statt Traktor: Mit fliegenden Helfern, die autonom Pflanzenschutzmittel ausbringen, will „Greenhive“ die Arbeit in Weingärten, Obstplantagen oder in der Kürbiszucht revolutionieren.

Mit dem Einsatz von Drohnen soll die zum Teil gefährliche Arbeit in Weinbergen sicherer und einfacher werden.
© Greenhive Mit dem Einsatz von Drohnen soll die zum Teil gefährliche Arbeit in Weinbergen sicherer und einfacher werden.
Star Wars im Weinberg – nun ja, nicht ganz, aber höchst futuristisch sieht es doch aus, wenn die Drohne des Start­ups „Greenhive“ ihre „Arme“ nach unten ausfährt und zum „Spritzeinsatz“ (vorerst zu Testzwecken nur mit Wasser) startet. Verantwortlich für diese Idee, die in naher Zukunft die Arbeit der Winzer nicht nur erleichtern, sondern auch sicherer machen soll, ist das Team rund um Gründer Robert Kögl-Rettenbacher. Der Elektrotechnikingenieur vereint damit seine Technik-Leidenschaft mit seiner Profession, schließlich betreibt er gemeinsam mit seiner Frau Tamara das Weingut Kögl in Ratsch an der Weinstraße.
Was es aber genau mit den Fluggeräten zwischen den Rebstöcken auf sich hat? „Wir wollen bei gewissen Aufgaben den Traktor und die dazugehörende menschliche Arbeitsleistung durch autonom agierende Drohnen ersetzen“, erzählt Kögl-Rettenbacher: „Zum einen deshalb, weil gerade nasse Steilhänge – und nach jedem Regen muss man die Trauben mit Pflanzenschutzmitteln vor Pilzbefall schützen – ein großes Gefahrenpotenzial bergen. Hier gibt es Jahr für Jahr Unfälle, zum Teil mit verheerenden Folgen.“
Zum anderen lasse sich durch Drohnen, die nicht nur ihren Einsatz selbständig koordinieren, sondern auch in Eigenregie an der Basisstation „nachtanken“, enorm viel Zeit einsparen, führt der Gründer weiter aus. Und nicht zuletzt verdichten Traktoren den Boden, so Kögl-Rettenbacher, und das zerstöre diesen auf Dauer. Zerstört werde aber auch oft die Feldfrucht selbst, etwa, wenn es sich um Kürbisse handle: „Wenn der Traktor rein muss, dann gibt es Kollateralschäden – denn hier wächst ja nichts nach Reih und Glied.“
Aktuell stehe man in Phase zwei – der autonomen Beladung. Im ersten Schritt wurde der Prototyp entwickelt, also einer handelsüblichen Lastendrohne ein „Gehirn“ verpasst und die „Sprayeinheit“ konzipiert, berichtet der Winzer: „Die komplette Software und die intelligente Sensorik – die in einem weiteren Schritt zur Früherkennung von Krankheiten an den Pflanzen eingesetzt werden soll – kommen ebenso von uns.“

Von der aws wurde das Drohnen-Projekt mit 150.000 Euro gefördert, mindestens doppelt so viel brauche es aber noch, um das „Greenhive-Package“ in ein marktfähiges zu verwandeln und in industrielle Serienfertigung zu gehen, berichtet Kögl-Rettenbacher „Dafür sind wir auf der Suche nach einem Partner mit Entwicklungskapazität.“


Quergefragt:

Wo steht das Drohnen-Projekt?
Auf ausgewählten, unbebauten und unbewohnten Gebieten wird zum Test bereits geflogen.
Was sagen die Winzer?
Sie sind durch die Bank begeistert und wollen das System ausprobieren – aber natürlich erst, wenn es komplett ausgereift und funktionstüchtig ist.
Die Visionen?
Sind groß und gehen in Richtung Deep Learning.

 Infos: www.greenhive.at

Von Veronika Pranger

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