th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Drei Mütter, zwei Firmen, eine Erfolgsstory

„Mutter-Tag“, und das rund um die Uhr, herrscht in der Unternehmerfamilie Paier:  Hier ziehen mit Gerti, Elke und Daniela gleich drei Mütter die Fäden. Portrait einer „Auto-narrischen“ Familie im Wandel der Zeit.

Gerti, Elke und Daniela (v. l.) sind die
© Gerti, Elke und Daniela (v. l.) sind die "Mütter des Erfolgs" in der Familie.

Am Muttertag stehen sie im Mittelpunkt: die Mamas, die das ganze Jahr unverzichtbare (Familien-)Arbeit leisten. Für die Betriebe ist der Festtag ein Wirtschaftsfaktor, der Millionenumsätze bringt (siehe hier). Wir haben uns aber auch auf die Suche nach Müttern gemacht, die als Unternehmerinnen in ihren Betrieben täglich die Fäden ziehen – und sind dabei über die südsteirische Familie Paier gestolpert.
Drehen wir das Rad der Zeit zurück. Die Geschichte beginnt im Jahr 1982: Gerti, gelernte Friseurin, und ihr wortgewandter Ehemann Heinz, ein Automechaniker, verwirklichten sich mit der Gründung des „Autohauses Paier“ in  Distelhof bei Gleinstätten ihren Traum von der Selbständigkeit. „Am Anfang waren wir zu viert: Heinz als leidenschaftlicher Mechaniker, ich und unsere zwei ersten Lehrlinge“, schildert Gerti. Aus der kleinen Firma wurde schon bald ein Betrieb, der die Jungunternehmer voll forderte. „Die erste Zeit war sehr anstrengend, wenn ich nicht in der neu gegründeten Firma war, habe ich rund um die Uhr gelernt,  zum Beispiel Lohnverrechnung und Buchhaltung“, erzählt Gerti. Ganz nebenbei hat sie auch ihre beiden Kinder versorgt: Elke und Heinz junior wohnten mit ihren Eltern im Betrieb und erlebten das Business 24 Stunden täglich – die Kinder wurden dadurch schon früh mit der Leidenschaft für Autos infiziert.

35 Jahre und ungezählte Arbeitsstunden später führen Heinz junior und Elke heute gemeinsam mit ihren Ehepartnern das „Familienunternehmen“, das mittlerweile aus zwei eigenständigen Betrieben besteht. Die Gründer Gerti und Heinz senior bauten nämlich schon bald in Deutschlandsberg eine Dependance auf, die heute von Tochter Elke und ihrem Mann Seppi Fauland-Paier geführt wird. Für Elke gab es zu keiner Zeit einen Zweifel, einmal im elterlichen Betrieb zu arbeiten – und auch der Wechsel in die Führungsposition war für sie selbstverständlich. „Mit meinen Eltern hatte ich immer eine gute Zusammenarbeit und ein gutes Verhältnis“, erzählt Elke, deren Tag an vorderster Front des Unternehmens schon früh beginnt.  „Um 5.30 Uhr stehe ich auf, um 7.30 Uhr bringe ich die Kinder in die Schule. Dann geht es ab in den Betrieb, wo ich bis 18 Uhr arbeite. Gegen halb neun bringe ich dann die Kinder ins Bett und lese ihnen vor. Und danach habe ich eigentlich Freizeit“, lacht Elke. Mama Gerti, die nach wie vor täglich im Betrieb ist, fettet das begrenzte Zeitbudget von Elke jedoch um etliche Stunden auf und sorgt in der Rolle der liebevollen Oma der Enkelkinder Paul (7) und Nina (9) für etwas Entlastung.

Neue Firma, alter Standort
Aber auch am „Stammsitz“ der Familie in Gleinstätten wird rund um die Uhr gearbeitet: Heinz Paier junior und seine Frau Daniela haben den ursprünglichen Standort übernommen und ein neues, vom elterlichen Betrieb unabhängiges Unternehmen aufgebaut. 40 Menschen finden hier einen Arbeitsplatz.
Wie schafft man es, solch eine Verantwortung  zu schultern? „Die Kunst ist es, die Interessen der Firma und die der Familie unter einen Hut zu bringen. Das ist an jedem einzelnen Tag eine neue Aufgabe, deren Bewältigung mir viel Freude bereitet“, sagt Daniela. Natürlich ist das Unternehmen auch außerhalb der „Arbeitszeiten“ ein Dauerthema, sodass die beiden gerade erwachsen gewordenen Töchter Anna und Lisa ständig damit konfrontiert sind. Manchmal sei das auch zu viel des Guten, aber letztlich unvermeidlich und Teil des Unternehmer-Alltages, sagt Daniela:  „Trotzdem muss man dann konsequent sein. Wenn wir zum Beispiel am Esstisch sitzen, vermeiden wir Firmenthemen generell.“

Dass die Töchter nicht nur in der  Fahrschule, sondern auch in ihren technischen Ausbildungen an der HTL Kaindorf zu den Besten gehör(t)en, versteht sich bei so viel Technik im eigenen Haus wohl von selbst – und macht Mama Daniela enorm stolz. „Es ist für beide mehr als nur eine Option, in unserem Betrieb tätig zu sein. Sie waren von klein auf immer an unserer Seite, und wir sind sehr stolz, zwei so engagierte und tüchtige Nachfolgerinnen zu haben. Ihre Zeit wird kommen.“ Die ältere Tochter Anna hat den ersten Schritt in die Zukunft schon gemacht, steht sie doch seit Kurzem auch auf der Gehaltsliste ihrer Eltern – was nicht zuletzt im nagelneuen Unternehmensslogan „Fahrmilie spüren“ sichtbar gemacht wurde. „Sie agiert mit uns auf Augenhöhe, es ist eine Zusammenarbeit mit gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung“, sagt Mama und Chefin Daniela. Werte, die in beiden Unternehmen, sowohl in Deutschlandsberg als auch in Gleinstätten, seit jeher tief verankert sind – und so kommt es, dass nach so langer Zeit selbst viele der ersten Kunden von 1982 noch heute ihre Autos bei den Paiers kaufen.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Unternehmen
Newsportal Die Steiermark, das geheime Polo-Mekka

Die Steiermark, das geheime Polo-Mekka

Geht es nach dem Grazer Uwe Seebacher, wird Polo schon bald Golf als Trendsportart ablösen – mit Ideen „made in Styria“. mehr

  • Unternehmen
Newsportal 30 Jahre Urlaub in

30 Jahre Urlaub in "Ballonien"

In Wirtshäusern soll ja häufig „heiße Luft“ produziert werden. Hotelier Adi Thaller aus Hofkirchen füllt damit seine Betten. mehr

  • Unternehmen
Newsportal Business-Schmiede für smarte Ideen

Business-Schmiede für smarte Ideen

Der „Company Builder“ von Up to Eleven investiert in steirische Start-ups wie auch in etablierte Unternehmen – nun wurden erste Erfolge eingefahren mehr