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Digitales Neuland für Familienbetriebe

Ein Forschungsprojekt an der FH Campus 02 untersucht, wie familiengeführte Unternehmen die Digitalisierung nutzen können.

Martin Duque, Gernot Winter, Barbara Eibinger-Miedl, Josef Herk (v.l.)
© FH Campus 02 Martin Duque, Gernot Winter, Barbara Eibinger-Miedl, Josef Herk (v.l.)

Sie sind das Rückgrat der weiß-grünen Wirtschaft: Die 21.000 Familienbetriebe von Schladming bis Bad Radkersburg, die mehr als 200.000 Mitarbeiter beschäftigen.  Rund 20 Prozent der Betriebe werden in der zweiten Generation geführt, zwölf Prozent in der dritten und acht Prozent in der vierten oder darüber. Was diese Firmen ausmacht und wie sie die Chancen der Digitalisierung nutzen können, ist Gegenstand eines Forschungsprojekts am Kompetenzzentrum für Familienunternehmen „FU Forschung Austria“ der FH Campus 02, das jetzt mit Unterstützung des Landes Steiermark und der Beratungsfirma KPMG gestartet wurde. Ziel des zweijährigen Projekt ist ein Modell, das Familienbetrieben helfen soll, die Digitalisierung zu nutzen.

Zunächst wolle man herauszufinden, wie Familienbetriebe „ticken“, sagt FH-Professor Martin Duque: „Besonderheiten wie das Denken in Generationen, das Führen im ständigen Familieneinfluss, die Verankerung im regionalen Umfeld oder die emotional aufgeladenen Situationen bei Führungswechsel sind nur einige Punkte, die entscheidend für Veränderungsprozesse sind.“

Für WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk sind die weiß-grünen Familienbetriebe, in denen Tradition groß geschrieben wird, ein Herzensanliegen – und sie sind auch von wirtschaftlicher Bedeutung: „Diese Unternehmensgruppe erwirtschaftet jährlich über 30 Milliarden Euro in der Steiermark.“

Ins selbe Horn stößt auch Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „Familienbetriebe sind wichtige Arbeitgeber, bilden Lehrlinge aus und sorgen für Wertschöpfung in den steirischen Regionen. Das Forschungsprojekt unterstützt Familienbetriebe dabei, das Potenzial der Digitalisierung zu nutzen.“
Das Beratungsunternehmen KPMG stellt für die gesamte Laufzeit Mitarbeiter zur Verfügung. „Wir wollen Familienbetriebe nicht nur fachlich, sondern ganzheitlich unterstützen“, erklärt Gernot Winter von KPMG.

Autorin: Karin Sattler

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