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Digitaler Wandel auch im Holzbau

Digitalisierung und Automatisierung halten Einzug in Traditionsbranchen wie dem Holzbau: Wie sich Betriebe dafür rüsten.

Digitale Dokumentationen sind im Holzbau nicht mehr wegzudenken.
© Robert Kneschke/Fotolia Digitale Dokumentationen sind im Holzbau nicht mehr wegzudenken.

Vom papierlosen Büro über digitale Bau-Tagebücher bis zur automatisierten Lagerverwaltung: Die fortschreitende Digitalisierung verändert die gesamte Wirtschaft. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger gehen 93 Prozent der Baufirmen davon aus, dass die Digitalisierung die Gesamtheit ihrer Prozesse beeinflussen wird. Allerdings gibt es noch viel Potenzial: So erklärten die befragten Unternehmen unisono, ihr Digitalisierungspotenzial noch nicht ausgeschöpft zu haben. 

Eine Entwicklung, die auch für den Holzbau gilt, auch wenn sich die Branche in rasantem Tempo verändert. Josef König, Chef des Zehn-Mann-Betriebes „König und Gruber“ in St. Radegund und Obmann der Initiative „Besser mit Holz“, erklärt: „Digitale Prozesse sind im Holzbau längst Realität, aber es gibt noch Luft nach oben.“ 

Die Digitalisierungstools müssen gar nicht immer teuer sein, weiß der Branchenkenner: „Es gibt auch günstige oder gar kostenlose Apps, mit denen man hervorragend arbeiten kann.“ Er selbst hat in Abbund- und Kalkulationsprogramme gut 10.000 Euro investiert.

Bei der Planung im Holzbau sind längst CAD-Systeme und Statiksoftware im Einsatz. CNC-gesteuerte Maschinen erledigen den Abbund. „Solche Investitionen können sich dann schon auf 600.000 bis 800.000 Euro belaufen“, sagt König: „Investitionen dieser Größenordnung sind freilich auch immer eine Frage der Betriebsgröße.“

Digitalisierung zieht weite Kreise

Die Digitalisierung zieht aber noch weitere Kreise: Viele Lieferanten haben ihre Produkte längst digital erfasst, sodass sie gleich in Kalkulationsprogramme übernommen werden können. Auch interne Abläufe wie Baustellenunterweisungen lassen sich digital regeln, genauso wie der Bereich Logistik und Lagerverwaltung.

Für Planungsaufgaben relevant ist auch das sogenannte Building Information Modeling (BIM), das bereits vor dem Bau eine digitale Simulation ermöglicht. Fehlplanungen werden somit minimiert und mögliche Mehrkosten frühzeitig sichtbar. „Dieses Modell ermöglicht auch eine gute Vernetzung der planenden Gewerke – vom Architekten über den Baumeister bis zum Installateur und Haustechniker“, sieht König enormes Potenzial in den neuen Technologien. In der Vernetzung sieht auch Vinzenz Harrer, Chef des gleichnamigen Holzbaubetriebs in Frohnleiten, große Zukunftschancen: „Die neuen Medien ermöglichen eine umfangreiche Information des Marktes mit einem kleinen Marketing-Budget“.

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